Handball
: Bären zeigen sich bissig im Derby

Im Nachbarschaftsduell besiegen die Bernauer Bären den 1. SV Eberswalde II
Von
Susanne Brust
Bernau
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Die Lücke erspäht: HSV-Spieler Marwin Damrich traf im Spiel gegen Eberswalde dreimal.

Sergej Scheibe

Dass das Barnimer Derby eine offene Angelegenheit werden sollte, zeigte sich früh. Vor ausverkauftem Haus musste Bernaus Trainerteam Metzdorf und Schönstädt verletzungs- und krankheitsbedingt auf mehrere Spieler verzichten, trotzdem konnten sie eine starke Mannschaft aufbieten.

Die Bären starteten konzentriert: Die Abwehr vor Torwart Fietz stand gut, immer wieder wurden die körperlich teilweise überlegenen Spieler der Eberswalder fest gemacht. „Besonders, was Theo Hildebrand heute gegen Eberswaldes Halblinken Paul Pinkau gezeigt hat, war überragend“, schwärmte Spieler Thomas Probst. In der dritten Minute war er es auch, der das Torewerfen von Linksaußen eröffnete (1:0). Im Angriff setzte Bernau wieder auf das Spiel mit zwei Kreisläufern. So sorgte Marwin Dammrich mit einem sehenswerten Treffer aus dem Rückraum für die 7:4-Führung (16.).

Das Spiel steht Kopf

„Die erste Viertelstunde war stark“, freute sich auch Torwart Fietz, „aber wie wir danach mit unseren Chancen umgegangen sind, war fahrlässig.“ Eberswalde nahm eine Auszeit, nach der das Spiel plötzlich Kopf stand. Die Hussitenstädter vergaben Wurf an Wurf. So kam es, dass den Bären in den zweiten 15 Minuten nur ein einziger Treffer gelang. Dank der stabilen Abwehr ging es jedoch nur mit einem 8:9-Rückstand für die Bernauer in die Kabine.

Nach der Pause tat sich die junge Bernauer Mannschaft weiter schwer und rieb sich an der Eberswalder Abwehr auf. „Wenn wir es geschafft haben, Tore zu werfen, dann im zweiten Versuch – das darf nicht sein“, so Fietz. Plötzlich rannten die Bären einem klaren Rückstand von 13:16 hinterher (46.). Trainer Metzdorf stellte auf ein 5-1 mit einem Kreisläufer um und es lief wieder besser im Angriffsspiel. Mit schnellen Kombinationen kamen die Bernauer wieder heran. 10 Minuten vor Schluss besorgte Krischan Gunawan den Ausgleich zum 16:16. Die Halle bebte jetzt und Bernau ging nach einem erfolgreichen Siebenmeter durch Lenz erstmals wieder in Führung (57.). Eberwalde nahm die Auszeit, doch das Spiel war entschieden. Zwei weitere Konter über Bohne und Schönau sorgten für einen verdienten 21:18-Endstand.

Bernau steht nach dem letzten Spiel der Hinrunde genau im Mittelfeld der Tabelle. In der Rückrunde warten fast nur noch Heimspiele, nur dreimal müssen sich die Bären auf die Reise machen – unter anderem am letzten Spieltag nach Eberswalde. Dafür muss vor allem die Chancenverwertung wieder besser werden, allein zwei von fünf verwandelten Siebenmeter sprechen eine deutliche Sprache. Die Spieler sollten sich beeilen: Das nächste ungleich schwerere Derby steht an: Am 25. Januar wartet zum Auftakt der Hinrunde der Finowfurter SV. Doch Maximilian Fietz ist zuversichtlich: „Wenn wir konzentriert unser Spiel durchziehen, können wir zu Hause alle schlagen.“

Bernau: Maximilian Fietz, Jens Mucha (beide Tor), Philip Schönau (4 Tore), Walter Andert, Daniel Meier (2), Thomas Probst (1), Dennis Bohne (6), Krischan Gunawan (2), Theo Hildebrand (1), Marwin Damrich (3), Jan-Eric Hübner, Markus Lenz (2)

So geht es weiter im Bären-Spielplan

Spiele der Rückrunde für den HSV:25. Januar: Finowfurter SV (H)16. Februar: Motor Hennigsdorf II (H)22. Februar: spielfrei  1. März: Oranienburger HC III (H)  7. März: Bad Freienwalde HH (A)15. März: BW Perleberg (H)28. März: HC Pritzwalk (H)  4. April: HC Angermünde (A)18. April: Templiner Lok (H)25. April: Berolina Lychen (H)  2. Mai: 1. SV Eberswalde II (A)