Handball
: Trotz bärenstarker Leistung keine Belohnung

Eine ganz starke Leistung zeigte der HSV Bernauer Bären in eigener Halle gegen den Tabellenführer der Handball-Landesliga Nord, FK Hansa Wittstock.
Von
Christopher Metzdorf
Bernau
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Erfolgreichster Bernauer Werfer: Dennis Bohne traf sechsmal ins Wittstocker Tor.

Andreas Gora

Das Hinrundenspiel hatten die Hussitenstädter zwar verloren, machten in Wittstock aber eines ihrer bisher besten Spiele in der laufenden Saison.

Mit dieser guten Erfahrung im Rücken liefen die Gastgeber auch dieses Mal wieder voll motiviert auf. Das erste Tor der Partie machten zwar die Gäste aus der Prignitz, doch es dauerte nicht lange, bis Max Skladny ausglich. In den ersten 30 Minuten konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Dies lag vor allem an einem sehr körperbetonten Abwehrverhalten der Kontrahenten und an einem sehr gut aufgelegten Jens Schönstädt im Bernauer Tor. Zur Halbzeitpause stand es 12:12 unentschieden. Was Trainer Christopher Metzdorf seinen Bären in der Kabine mitgegeben hat, muss bei seinen Spielern nochmals mehr Energie geweckt haben.

Denn in der zweiten Hälfte konnte der Gastgeber gleich mit zwei Toren in Folge punkten: Spielstand 14:12 aus Bernauer Sicht. Die Zuschauer in der Erich-Wünsch-Halle und auch die Spieler glaubten nun fest an einen Punktgewinn gegen den FK Hansa. Die Bären machten nun auch weniger Fehler und brachten den Wittstocker Angriff immer öfter zu übereilten Abschlüssen, was die Gastgeber konsequent nutzten. In der 40. Spielminute stand es nun plötzlich 19:15 für Bernau und die Halle tobte. Doch die Prignitzer gaben nicht auf. Sie verstanden es nun besser als Bernau, die Reizschwelle der beiden Unparteiischen auszunutzen und agierten in der Abwehr sichtlich kontrollierter. In den darauf folgenden zehn Minuten gelang es den Gastgebern, nur drei Tore zu erzielen, was eine Manschaft wie Wittstock sofort zu nutzen wusste. Spielstand nach 52 Minuten nur noch 22:22. Eine Minute später dann wieder die Führung für den FK Hansa. Vier Minuten vor Abpfiff der Partie konnte Bernau zwar nochmals ausgleichen, doch konterten die Gäste gleich mit zwei Treffern in Folge. In der 58. Spielminute konnte Phillip Schönau zwar noch den Anschlusstreffer erzielen, dies sollte dann aber auch das letzte Tor der Partie gewesen sein: Enstand 25:26 für den FK Hansa Wittstock.

Die Prignitzer feierten bei Abpfiff der Partie ihren Sieg gegen den HSV Bernau wie eine Meisterschaft. Auch dies zeigt, wie viel Kraft und Mühe dieses Spiel ihnen abverlangte. Bernau ging mit erhobenem Kopf aus der Halle. Zeigten sie doch als Mannschaft, welches für Potential in ihnen steckt. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf Marvin Damrich, der als Jugendspieler die Prignitzer Abwehr das ein und andere Mal verzweifeln ließ. Am Ende des Tages wäre ein Punkt für die Bernauer verdient gewesen.

Nächstes Wochenende muss der HSV nach Oranienburg. Alle hoffen, dass sich die Bären bis dahin erholen und die Punkte nach Bernau wandern.