Handball
: Trotz Sieg nicht eitel Sonnenschein

Landesliga-Handballer Bernauer Bären besiegen Jahn Bad Freienwalde II 26:15.
Von
Christopher Metzdorf
Bernau
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In Bedrängnis durchgesetzt:  Der Bernauer Dennis Bohne wird festgehalten von Nick Galle (links) und Max Schmidt.

Andreas Gora

Wieder einmal sahen die Zuschauer der Wasserturm-Halle ein viel zu nervöses und hektisches Handballspiel ihrer Bären. Am Ende waren es zwar zwei wichtige Punkte für die Hausherren, die sich so den dritten Tabellenplatz 3 der Landesliga sicherten, dennoch war die Stimmung nach dem Spiel alles andere als glücklich.

Bernau erwischte den besseren Start in die Partie. Mit einem 3-Tore-Durchmarsch zeigte der HSV jedoch, wer der Favorit für das Spiel war. Doch das waren dann auch die besten fünf Minuten der ersten Halbzeit. Bernau wirkte plötzlich wie ausgewechselt. Abspielfehler, Hektik, Fehlwürfe und harmlose Abwehrarbeit prägten ab jetzt das das Spiel der Gastgeber. Dies ermöglichte dem SV Jahn besser in die Partie zu finden. So stand es nach knappen zehn Minuten nur noch 6:5 für die Bären – Auszeit für Bernau.

Der Trainer des HSV, Christopher Metzdorf, mahnte seine Spieler, wieder konzentrierter und ruhiger zu spielen. Doch was ins eine Ohr rein ging, kam aus dem anderen wieder raus. Zwar konnte Bernau den Ball jetzt wieder öfter am Freienwalder Schlussmann vorbeibringen, doch von Ruhe und Konzentration war nicht viel zu erkennen. Einzig die Abwehr der Bären funktionierte. Durch das Abfangen der gegnerischen Pässe und guter Torhüterleistung erspielten sich die Gastgeber viele gute Chancen. Die Belohnung dafür blieb aber meist aus. Pünktlich zum Halbzeitpfiff erhielten die Bad Freienwalder noch einen Siebenmeter, den Maximilian Fietz im Bernauer Tor aber entschärfen konnte. So blieb es beim Pausenstand von 13:7 aus Sicht der Gastgeber.

In der Pause hieß es für Bernau anstatt der üblichen Analyse und Taktikbesprechung durch Trainer Metzdorf, erst einmal körperliche Ertüchtigung. Der Coach verstand das Spiel seiner Mannschaft nicht und mahnte erneut, mehr Ruhe im Angriff zu bewahren und die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen.

Die zweite Hälfte begann aber wie die erste endete. Das Spiel der Bären war geprägt von Hektik und überhasteten Abschlüssen. Auf der Tribüne fingen die Anhänger des HSV an die Pässe ihrer Mannschaft laut mitzuzählen. Selten konnte man dabei die Zahl fünf hören. Eine so genannte Hasenjagd prägte die ersten 15 Minuten  der zweiten Halbzeit. Allein der jüngste Spieler im Bärenkader, Phillip Schönau, verstand es, die gewünschte Ruhe vom Trainer ins Spiel zu bringen. Neben Daniel Meier war er auch einer der zwei besten Schützen im Bernauer Team, beide erzielten sieben Treffer. Begegnung schafften es auch die restlichen Spieler, sich Schönau anzuschließen und konzentrierter den Ball laufen zu lassen. In dieser Phase konnte Bernau auch wieder einen 4-Tore-Lauf hinlegen und sich so keinen schönen, aber auch nie gefährdeten 26:15-Sieg sichern.

Die Bären liegen nun mit 16:10 Punkten hinter Tabellenführer FK Hansa Wittstock, die im Spitzenspiel gegen den zweitenplatzierten HC Angermünde ihre erste Saisonniederlage einstecken mussten, auf Platz drei.

Nun heißt es für die Bernauer Bären, die Woche über wieder Kräfte sammeln. Am nächsten Wochenende müssen sich die Bernauer Handaballer gegen ihren Tabellennachbarn 1. SV Eberswalde II, Tabellenvierter mit 15:11 Punkten, beweisen. Dass diese Mannschaft dem HSV nicht besonders gut liegt, ist allen bekannt. Deshalb hofft die Bären auf viel Unterstützung von den Rängen. Ein Barnim-Derby gibt es ja nur noch selten in der Liga zu sehen.

Bernau: Jens Mucha, David Schleicher (1), Felix Wolf (1), Philip Schönau (7), Daniel Meier (7), Thomas Probst (5), Dennis Bohne (3), Max Skladny, René Haeske (2), Maximilian Fietz, Theo-Hagen Hildebrand, Jan-Eric Hübner, Christopher Metzdorf, Sebastian Höppner