Im Barnim wird ein neues Asylheim eröffnet. 60 Menschen sollen bereits am 1. Oktober in der Gemeinschaftsunterkunft einziehen. Darüber informierten der Landkreis und die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal am Dienstag (13. September). Eingerichtet wurde die Unterkunft im Sydower Feld 3a in der Stadt Biesenthal.
„Wir unterstützen hier Menschen, die auf der Flucht und auf der Suche nach einer neuen Heimat sind“, sagte Ralf Klinghammer, Leiter des Bereichs Migration der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, bei einer Informationsveranstaltung für Anwohner. Die Stiftung wird künftig die soziale Betreuung der an diesem Ort lebenden Menschen übernehmen.

Im Barnim besteht großer Bedarf an Unterkunftsplätzen

Das Gebäude wurde bis vor einem Jahr von den Hoffnungstaler Werkstätten als Förder- und Beschäftigungsbereich genutzt und ab April 2022 zur Gemeinschaftsunterkunft entsprechend den Standards des Landes Brandenburg umgebaut. Entstanden sind Wohnungen unterschiedlicher Größe, Gemeinschaftsräume, Küchen und Sanitärräume. Hintergrund dieser Maßnahme: Im Barnim besteht Bedarf für Unterkunftsplätze, um die Zuweisungen durch das Land Brandenburg bedienen zu können.
Biesenthal verfüge über eine gute Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten oder eine fußläufig erreichbare Bahnanbindung nach Eberswalde, Bernau und Berlin, begründete Klinghammer die Entscheidung für den Standort. „Wichtig ist für uns außerdem, dass in guter Nachbarschaft gelebt wird.“ Damit seien viele Chancen der Integration verbunden. Bereits bei der Infoveranstaltung zeigten Anwohner Interesse daran, sich zu engagieren, beispielsweise bei gemeinsamen Freizeitaktionen.

Bürgermeister Carsten Bruch sagt Unterstützung der Stadt Biesenthal zu

Carsten Bruch, Bürgermeister von Biesenthal, sagte die Unterstützung der Stadt zu. So könne man mit den neu ausgebauten Kitaplätzen und freien Kapazitäten an der Grundschule sowie den differenzierten Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt und den vielfältigen Sport- und Freizeitvereinen eine gute Infrastruktur vorweisen und anbieten. „Die geflüchteten Menschen aus allen Nationen sind bei uns willkommen und wir wünschen uns eine gute Integration.“
Seit vielen Jahren berät und betreut die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Geflüchtete. „Mit dieser Unterkunft werden es dann 200 Menschen sein, die von uns im Barnim begleitet werden“, sagt Stiftungssprecher Wolfgang Kern. Dabei achte man darauf, dass die Unterkünfte überschaubare Wohnangebote bieten und eher familiären Charakter haben. „Wir unterbreiten den Menschen verschiedene Sozial- und Bildungsangebote, zum Beispiel Sprachkurse“, so Kern weiter. Vor Ort befinden sind zudem ein 24-Stunden Sicherheitsdienst sowie Sozialarbeiter, die sowohl den Geflüchteten als auch den Anwohnern mit Rat und Tat zur Seite stünden.