Jugend
: Einmal den Sprung ins Unbekannte wagen

MOZ
Von
Marie Herrnhold
Stockholm/Zepernick
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Unter Palmen: Annalena arbeitete drei Monate beim Inselradio auf Mallorca.

Annalena Berend

2018 war wieder ein aufregendes Jahr für mich, und (ohne den Fakt zu bemühen, dass ich hier eine der ältesten Jungredakteure bin) — es ist unglaublich, dass es schon wieder vorbei ist.

Mein englisches Wunschstudium „Bachelor of Biomedicine“ mit Perspektive in der medizinischen Forschung trieb mich vom schönen Barnim bis nach Stockholm, von wo ich seit etwa anderthalb Jahren als Auslandsmitglied der Jugendredaktion schreibe. Meine Entscheidung, hierher zu kommen, erfüllt mich immer noch mit Stolz und Inspiration. Die leicht unterschiedliche Kultur und Herangehensweise an Bildung begeistert und fasziniert mich fast jeden Tag aufs Neue.

Weiterhin bieten mir meine internationalen Freunde, Kollegen und Bekannten auch hier ein wundervolles soziales Netzwerk und lassen mich Schweden bereits als zweites Zuhause ansehen. Auch die schwedische Natur, von großem Stellenwert für mich, ist selbst in Großstadtnähe überwältigend.

Noch mindestens anderthalb Jahre bleibe ich hier. Wer weiß, wohin es mich dann zieht? Einen Masterplan (Wortwitz beabsichtigt) habe ich noch nicht. Ich bin sehr dankbar, auch aus der Ferne zu den wöchentlichen Ausgaben beitragen zu können — vielleicht fühlt sich jemand von Euch Lesern inspiriert und wagt den Sprung ins Unbekannte?

Das nächste Jahr wird wohl mein Letztes als Jugendredakteurin sein — aber eine Idee für die Zukunft habe ich schon; ich könnte mir durchaus vorstellen, später als Wissenschaftsjournalistin zu arbeiten. Ich halte Euch auf dem Laufenden! Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Hälsningar från Sverige! (Grüße aus Schweden!)

Das Jahr 2018 verabschiede ich in allen Ehren. Es gab noch kein so aufregendes Jahr in meinem bisherigen 20–jährigen Leben. Noch immer studiere ich Journalismus in Magdeburg. In meinem vierten Studiensemester absolvierte ich zwei Praktika. Aus diesem Grund war ich 2018 kaum in Magdeburg. Stattdessen zog ich ab Februar wieder Vollzeit bei meiner Familie ein. Nach ausgiebigen Semesterferien zu Hause begann ich ein sechswöchiges Praktikum beim Rundfunk–Berlin–Brandenburg, rbb in der Redaktion der Lokalnachrichtensendung „Abendschau“. Dort traf ich viele verschiedene, spannende Menschen und lernte viel Praktisches über den Fernsehjournalismus. Jeder Tag war voller Überraschungen, weil ich meist erst am Tag selbst erfuhr, worüber wir diesmal einen Beitrag produzieren.

Im Anschluss an meine eineinhalb Monate beim rbb packte ich meine Koffer und flog für Praktikum Nummer Zwei nach Mallorca. Auf Mallorca wohnte ich gemeinsam mit zwei Kommilitonen von Juni bis August in einer Wohnung in Palma. Tagsüber arbeitete ich beim Inselradio Mallorca. Meine freien Tage verbrachte ich am Strand.

Im September war ich wieder zurück in Zepernick und blieb dort auch noch den kompletten Monat. Seit Oktober wohne ich montags bis freitags wieder in meinem kleinen Apartment in Magdeburg und pendle am Wochenende meistens nach Zepernick zurück. Der Alltag ist zurückgekehrt.

In den kommenden Semesterferien absolviere ich wieder ein sechswöchiges Praktikum, diesmal beim Mitteldeutschen Rundfunk in Sachsen–Anhalt. Und mit Erschrecken stelle ich fest, dass mir im Sommer 2019 meine Bachelorarbeit bevorsteht und mein Studium sich tatsächlich dem Ende neigt. Drei Jahre Studium in einer fremden Stadt erschienen mir 2016 noch sehr lang, doch sie vergehen so schnell. Und wer weiß, vielleicht mache ich anschließend noch meinen Master.