Katze in Werneuchen: Kater „Batman“ hat den Kampf um sein Leben verloren

Ein acht Wochen junger Kater wurde durch Steckenbleiben in einem gekippten Fenster in Werneuchen schwer verletzt. Mehrere Helfer versuchten tagelang, sein Leben zu retten.
Stefanie Drobigk- Acht Wochen alter Kater „Batman“ in Werneuchen in gekipptem Fenster eingeklemmt und schwer verletzt.
- Retter befreien ihn, doch er leidet an Lähmungen, Brüchen und starken Schmerzen.
- Bein und Schwanz müssen amputiert werden – teure OP über Spendenaktion finanziert.
- Tierschutzverein „Pfötchenzauber“ kümmert sich um Behandlung und Nachsorge.
- Fenster des betroffenen Kellers jetzt gesichert, um weitere Unfälle zu verhindern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Er hat den Kampf gegen seine schweren Verletzungen verloren: Der erst acht Wochen alte Kater „Batman“, der sich in einem gekippten Kellerfenster in Werneuchen verfangen hatte, ist in der Nacht gestorben. Mit einem Spendenaufruf hatten seine Retter versucht, das Geld für eine komplizierte Operation zusammenzubekommen. Dem kleinen Kerl sollte ein Bein und der Schwanz amputiert werden.
Am Freitag vergangener Woche hängt Ines Haldi gegen 12 Uhr auf ihrem Grundstück in Seefeld Wäsche auf. Auf einmal vernimmt sie ein leises Maunzen. Die Tierfreundin horcht auf: „Das Maunzen wurde kläglicher. Mir wurde schnell klar, dass eine Katze in Not ist.“ Gemeinsam mit ihrem Mann Udo Haldi versucht die Erzieherin, das Tier zu finden.
Die Hilferufe kommen von einem Nachbargrundstück, das mit einem Mehrfamilienhaus bebaut ist. „Wir haben in einem angekippten, kleinen Kellerfenster ein schwarzes Kätzchen entdeckt, das eingeklemmt war. Er hatte sich komplett im Fensterschlitz verkeilt, der arme kleine Wicht“, erzählt Ines Haldi einige Tage später.
Fieberhafte Suche nach dem Kellerbesitzer
Fieberhaft versucht das Ehepaar, jemanden mit einem Kellerschlüssel zu finden. „Wir haben alle Klingeln betätigt, bis glücklicherweise ein netter Mann herauskam.“ Dieser habe erschrocken festgestellt, dass es sein Mieterkeller war, in dem das Katzenkind eingeklemmt war. „Gemeinsam haben wir dann das Fenster ausgehebelt.“
Der Kater sei erschöpft und dehydriert gewesen und habe sich nicht mehr auf den Beinen halten können. „Er versuchte zu fliehen, konnte sich aber nur noch mit den Vorderpfötchen vorwärts bewegen, hat seine Hinterbeinchen nachgezogen und so versucht, sich in Sicherheit zu bringen“, berichtet Ines Haldi. Die drei Finder legen das Tier mit einem Handtuch in einen Korb und geben ihm Wasser. Weil er so sehr um sein Leben kämpft, nennen sie den kleinen schwarzen Kater „Batman“. Aber die Katze braucht dringend ärztliche Hilfe.
Katzenhilfsdienst eingeschaltet
„Glücklicherweise hatte unsere andere Nachbarin eine Telefonnummer vom Katzenhilfsdienst Pfötchenzauber, da haben wir dann angerufen.“ Stefanie Drobig vom Verein bringt den kleinen Kerl zu einer Tierarztpraxis, mit der sie zusammenarbeitet. „Er ist sehr stark verletzt“, sagt Drobig. „Ein Bein ist gelähmt, er hat ein Gelenk gebrochen und starke Schwellungen, weil sich Blut und Eiter angesammelt haben. Seine Haut reißt auf, er blutet und hat sehr starke Schmerzen.“

Der nur acht Wochen alte Kater „Batman“ beim Tierarzt. Er ist noch so klein, dass selbst der kleinste Schutzkragen aus der Praxis für ihn zu groß ist.
Stefanie DrobigBatman einschläfern zu lassen, bringt Drobig nicht übers Herz: „Er schnurrt, wenn ich ihn auf den Arm nehme oder ihn streichele. Er hat so einen großen Lebenswillen. Wir werden versuchen, ihn zu retten.“
Kater Batman schwer verletzt – Operation nötig
Doch die Tierärztin hat ungute Nachrichten: Seine Verfassung habe sich in den Tagen nach seiner Einlieferung verschlechtert. „Jetzt ist klar, dass ihm eines seiner Beine und sein Schwanz amputiert werden müssen“, berichtet Stefanie Drobig unter Tränen. „Das ist eine sehr teure Operation.“ Deshalb sammelt der Verein Pfötchenzauber Spenden im Bekanntenkreis und über eine Online-Plattform.
Doch es soll anders kommen. Die Tierärztin informiert Drobig am späten Abend, dass bei der Operation auch das zweite Hinterbein vom kleinen Batman amputiert werden müsste. Der Hinterleib des Tieres sei dabei abzusterben. Sie könne eine solche OP vom Tierschutzaspekt her nicht mehr verantworten.
Weinend stimmt Stefanie Drobig zu, dass „Batman“ eingeschläfert wird. Er schnurrt, als sie ihn nach der Spritze streichelt – und dann schläft er ruhig ein. Der kleine Kater hat trotz seines traumatischen Unfalls tiefstes Vertrauen zu ihr gefasst. Er durfte nur acht Wochen alt werden.
Die Finderin Ines Haldi hält weiter Kontakt zu dem Nachbarn, in dessen Mieterkellerfenster sich Batman verfangen hatte: „Er hat ein sehr schlechtes Gewissen.“ Er habe das Fenster inzwischen mit einem Gitter gesichert, sodass sich kein Tier mehr in dem Spalt einklemmen könne.

