Krankenhaus in Bernau: Geburtshilfe sucht Babyfotos für Ausstellung zum Abschied

Mit einer Ausstellung blickt die Geburtshilfe in Bernau auf ihre 116-jährige Geschichte zurück. Wer dort zur Welt kam, kann noch bis Ende September 2026 mit einem Babyfoto und einem aktuellen Bild Teil der Ausstellung werden. (Symbolbild)
Fabian Strauch/dpa- Bernauer Geburtshilfe plant eine Fotoausstellung zum Abschied – Laufzeit 21.9. bis 2.10.
- Gesucht sind Babyfotos aus der Bernauer Geburtshilfe und aktuelle Porträts derselben Person.
- Alle Bilder mit unterschriebener Einwilligung werden gezeigt, die Schau kann weiter wachsen.
- Abgabe nur persönlich an der Rezeption, keine E-Mail. Nur Kopien oder Abzüge, keine Originale.
- Einsendungen sind bis Ende September möglich. Unklar ist, was danach mit den Fotos geschieht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Babyfoto von damals, daneben ein Bild von heute: Mit solchen Paaren möchte das Immanuel Klinikum Bernau an Menschen erinnern, deren Leben in seiner Geburtshilfe begann. Unter den ersten Teilnehmenden sind sogar Beschäftigte des Klinikums, die selbst dort zur Welt gekommen sind.
Anlässlich der Schließung der Geburtshilfe entsteht eine Fotoausstellung, die vom 21. September bis zum 2. Oktober gezeigt werden soll. Weitere Bilder können aber noch bis Ende September eingereicht werden. Das Klinikum bittet allerdings darum, sie möglichst frühzeitig vorbeizubringen, damit sie in die Ausstellung aufgenommen werden können.
Die Ausstellung gehe nicht auf eine einzelne Person zurück, erklärt Kliniksprecherin Jenny Jörgensen. „Es war eine Gemeinschaftsentwicklung vieler.“ Das Klinikum habe nach einer Möglichkeit gesucht, über das Ende der Geburtshilfe zu berichten und dabei zugleich „den Beginn von Lebensgeschichten“ zu würdigen.
Dafür werden jeweils zwei Aufnahmen gesucht: ein Babyfoto aus der Zeit in der Bernauer Geburtshilfe und ein aktuelles Bild derselben Person. Die ersten Fotos seien bereits abgegeben worden. Eine genaue Zahl nannte das Klinikum bislang nicht. Unter den Teilnehmenden seien aber auch Mitarbeitende, die einst selbst in dem Haus geboren wurden.
Eine Auswahl nach Alter, Motiv oder Geburtsjahr soll es nicht geben. Nach Angaben des Klinikums werden alle Baby- und aktuellen Fotos ausgestellt, für die eine vollständig unterschriebene Einverständniserklärung vorliegt. So kann die Schau während ihrer Laufzeit weiter wachsen.
Die Ausstellung soll sowohl an die lange Geschichte der Geburtshilfe erinnern als auch den Abschied begleiten. „Wir wollen sowohl an 116 Jahre Geburtsgeschichte in Bernau erinnern als auch einen würdigen Abschluss finden“, sagt Jörgensen.
Allein in den vergangenen 15 Jahren kamen im Immanuel Klinikum Bernau 7381 Kinder zur Welt. Hinter dieser Zahl stehen Tausende Familiengeschichten, von denen nun zumindest einige sichtbar werden sollen.
Fotos für Ausstellung in Bernau nur persönlich abgeben
Wer sich beteiligen möchte, muss seine Bilder persönlich an der Rezeption im Foyer des Klinikums abgeben. Eine digitale Einsendung per E-Mail ist nach Angaben des Hauses nicht möglich. Grund sei der Datenschutz: Die notwendige Einwilligung müsse vor Ort ausgefüllt und unterschrieben werden.
Mitgebracht werden sollten ausschließlich Kopien oder Abzüge, die nicht zurückgegeben werden müssen – keine Originalfotos und keine Originaldateien. Bilder können noch bis Ende September eingereicht werden.
Was nach dem 2. Oktober mit der Sammlung geschieht, steht noch nicht fest. Eine dauerhafte oder digitale Präsentation wäre nicht ohne Weiteres möglich. Dafür müsse das Klinikum zunächst erneut die Zustimmung der Menschen einholen, die ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben.


