Leichtathletik: 53-jähriger Läufer verstorben
Herrliches Laufwetter, gut gelaunte Sportler, Familien, die die Läufer auf der Strecke anfeuern – der Liepnitzseelauf war auch am vergangenen Sonntag wieder ein tolles Event. Überschattet wurde es diesmal aber von einem tragischen Todesfall. Ein 53-jähriger Läufer aus Bernau verstarb auf der Strecke.
Der Mann war nach Einschätzung von Liepnitzsee-Organisator Frank Göritz von den Bernauer Lauffreunden ein Laufanfänger. Es sei der dritte Laufwettkampf gewesen, an dem der Bernauer teilnahm. Angemeldet hatte er sich für die Strecke über 14,5 Kilometer.
Sofortige Hilfe blieb erfolglos
Der Liepnitzseelauf ist ein Crosslauf. Gerade auf der Halbdistanz über 14,5 Kilometer gilt es für die Sportler, einige ziemlich steile Abschnitte zu bewältigen. Der Mann sei sehr langsam und am Schluss des Feldes gelaufen, nur ein Läufer befand sich noch hinter ihm, berichtet Göritz. Kurz vor dem Ziel in einer Kurve sei er bewusstlos zusammengebrochen. Der Schlussfahrer, der traditionell mit dem Fahrrad hinter dem letzten Läufer fährt, um ihn zum Ziel zu begleiten, und der letzte Läufer fanden den Mann. Sie hätten sofort versucht, ihn zu reanimieren. Auch eine Ärztin, die zufällig in der Nähe spazieren ging, kam zur Hilfe. Der 53-Jährige sei aber noch an der Unfallstelle verstorben, so Göritz. Noch nie, erklärt der Veranstalter zahlreicher Laufevents, sei ein solches Unglück bei einer seiner Veranstaltungen passiert. „Wir waren alle sehr betroffen.“
Die übrigen Läufer bekamen von der Tragödie nichts mit. Die meisten befanden sich bereits im Ziel auf dem Campingplatz in Ützdorf, wo die Siegerehrungen stattfanden.
Laut Wikipedia sterben in Deutschland jährlich rund 900 bei sportlichen Aktivitäten. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Allerdings ist die körperliche Belastung höchstens der Auslöser, aber nicht die Ursache. Eine akute Belastung kann dafür sorgen, dass das Herz plötzlich aussetzt, etwa weil sich eine Gefäßablagerung löst und zum Herzinfarkt führt. Sportarten mit den häufigsten Herztodesfällen sind Triathlon, Basketball, American Football, Fußball und Laufen. Das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, liegt bei jungen Sportlern laut Wikipedia 2,5mal höher als bei Nichtsportlern. Sportmediziner raten daher zu jährlichen sportmedizinischen Untersuchungen.
