Leichtathletik
: Hitzeschlacht in den Bergen

Die Klosterfelde Läufer Silke und Jörg Stutzke trotzen beim internationalen Marathon in Bad Pyrmont Temperaturen und Höhenmetern.
Von
Britta Gallrein
Bad Pyrmont
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Kann noch lachen: Ultraläuferin Silke Stutzke beim Marathon in Bad Pyrmont

Foto Team Müller

Start in der Mittagshitze

Richtig hart wird es, wenn  der Wettkampf erst um 13 Uhr gestartet wird – in der richtigen Mittagssonne. So war es beim Marathon im niedersächsischen Bad Pyrmont, den die Klosterfelder Jörg und Silke Stutzke am Wochenende unter die Füße nahmen.

Bei der Anreise waren es tatsächlich 37 Grad und auch wenn beide Läufer inzwischen so gut ausdauertrainiert sind, dass sich die Körper an warme Temperaturen angepasst haben, war dieses Extrem ein Grund zu leichter Sorge. Hinzu kam, dass es sich hier nicht um einen flachen, leichten Kurs handelt, sondern um einen Landschaftsmarathon mit 700 Höhenmetern im Anstieg im schönen Wesergebirge.

Keine Wasserstelle versäumen

Den Internationalen Marathon in Bad Pyrmont gibt es schon seit 30 Jahren, die Organisatoren wissen also, was sie tun. Aber auch sie erklärten, dass die Gesundheit Vorrang habe und waren bereit, das eigentliche Zeitlimit von 5:30 Stunden für die Marathonläufer auszuweiten. So konnten die Läufer ihr Tempo dann doch so wählen, dass sie gut durch die Hitze kamen. Am Veranstaltungstag waren immer noch 31 Grad, es galt also neben der Tempoeinteilung vor allem, keine Wasserstelle zu versäumen.

Gestartet wurde direkt auf der Hauptallee im Ort, es ging dann aber sofort in die Berge. Das Ziel lag dann wieder mitten im Ort. „Es ist  ein schönes Gefühl, mitten in der Fußgängerzone von vielen abendlichen Restaurantbesuchern mit großem Applaus im Ziel begrüßt zu werden“, berichteten die beiden Läufer. Diesen Applaus hatte sich auch jeder Teilnehmer redlich verdient.

Jörg Stutzke lief den Marathon trotz der Hitze recht zügig. Ihm liegt es, in den Bergen zu laufen und so war er schon nach 3:49 Stunden wieder da. Silke ließ es ruhiger angehen und kam nach 5:09 Stunden an. Viele Läufer waren diesmal ausgestiegen, offenbar war das Wetter doch eine Nummer zu heftig.

Das war im Monat Juli dann schon der zweite sehr lange Lauf für die beiden Klosterfelder. Anfang des Monats hatten sie sich als Staffelteam an die 100 Kilometer des Thüringen Ultra gewagt, wo Silke den ersten Part mit 55 Kilometern übernommen hatte und Jörg Teil zwei mit 45 Kilometern lief. Beide wollen in diesem Jahr noch längere Strecken in Angriff nehmen.

Von City Night bis zum Stadtmauerlauf

Selbst Lust auf Langstreckenlauf bekommen? Hier sind einige Events, die in der Nähe stattfinden:3. August: City Night Berlin (5 und 10 km)6. August: 7. Stundenpaarlauf Falkensee (1 Std. Teams)7. August: Marzahner Läufer-Cup (5 und 10 km)8. August: B2Run Berlin Firmenlauf (6 km)30. August: Bernauer Stadtmauerlauf