Leichtathletik: Stundenlauf in Bernau ein Erfolg
Die Eberswalder Top–Läuferin Nancy Sägebarth feuerte erst ihre Kinder an, die über 15 Minuten starteten, und lief dann selber. Für sie war es der erste Wettkampf nach der coronabedingten Pause. „Ich hab mich riesig gefreut, dass es mal wieder einen Wettkampf gibt“, erzählt sie. „Ich habe in der Zwischenzeit an virtuellen Läufen teilgenommen, aber jetzt war da so ein wenig die Luft raus. Richtige Wettkämpfe kann das nicht ersetzen.“ Mit 12,2 zurückgelegten Kilometer innerhalb von einer Stunde wurde die in der W30 startende Athletin vom SV Motor Eberswalde Gesamt–Dritte bei den Frauen.
Vor ihr auf Gesamtplatz zwei konnte sich mit Ines Sobotta eine Vereinskollegin platzieren. Sie konnte der Wettkampf–Pause sogar etwas positives abgewinnen. „Der Druck war dadurch weg“, berichtet Sobotta, die im vergangenen Jahr den Lauf–Cup in ihrer Altersklasse gewinnen konnte. „Da ich gerade durch mein Studium bei der Polizei nicht so viel Zeit habe, kam mir das dann eher entgegen“, erklärt sie lachend. Das Training habe sie trotzdem weiter absolviert. Fünfmal pro Woche schnürt die Eberswalderin nach der Arbeit die Laufschuhe und legt zwischen 20 und 24 Kilometer zurück. „Zum Glück muss ich auch bei der Arbeit viel laufen. Da renne ich meinen männlichen Kollegen übrigens weg“, berichtet sie grinsend.
Auch Michael Tschendel kann aus der wettkampffreien Zeit etwas positives mitnehmen. Der Bernauer hat das Radfahren für sich entdeckt. „Ich bin bislang immer mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Aber dadurch, dass ich nicht so oft ins Büro musste, hab ich das mal ausprobiert und es macht mir viel Spaß.“ 50 Kilometer legt er nun per Drahtesel zurück. Wäre da nicht Triathlon eine Alternative? Tschendel winkt ab. „Ich schwimme leider wie eine Bleiente. Da hab ich schon alles probiert, aber das kann ich einfach nicht“, berichtet er. Mit dem Laufen klappt es dafür aber super. Hinter Felix Kuschmierz aus Templin (16,8 km) und dem Bernauer Philipp Sogel (16 km) konnte sich Tschendel als Gesamtdritter mit 15,4 Kilometer platzieren und siegte damit in seiner neuen Altersklasse M40.
Sieg für Tilda Sankowski
Über die 30 Minuten siegte der Ladeburger Lars Kreuchwig (7,4) bei den Männern und Andrea Kuhlmey (6,7) bei den Frauen. Bei den Kindern hatte mit Tilda Sankowski (3,5/in 15 min) ein Mädchen die Nase vorn. Schnellster Junge war Anton Zink.
Alle Ergebnisse unter www.ziel–zeit.de


