Leichtathletik: Überholt auf der Zielgeraden
Dort startete nämlich der Bernauer Stundenlauf, der wegen Umbauarbeiten am Sportplatz verlegt werden musste und so zum ersten Mal den Abschluss des beliebten Barnimer Sparkassen Lauf–Cups bildete.
15 Läufe galt es zu absolvieren. Mindestens zehn musste jeder hinter sich bringen, Kinder brauchten acht Teilnahmen. Mitmachen kann jeder, der seinen Wohnsitz im Landkreis Barnim hat oder einem Barnimer Sportverein angehört.
Was für einen großen Stellenwert der Cup hat, konnte man am Mittwochabend erleben. Denn da waren alle am Start, die im Endspurt nochmal wichtige Punkte holen konnten. „Der Blick auf die Gesamtwertung ist schon ein großer Anreiz, über die ganze Saison dabei zu bleiben“, fand der Bernauer Sven Graupe. Er war einer von denen, die sich auf den letzten Drücker den Gesamtsieg schnappten. Zuvor hatte der Zepernicker Kay Kunkel–Quoos die Gesamtwertung der M 40 angeführt. „Heute wird mich Sven überholen“, war der sich schon vor dem Start sicher. „Aber er ist auch wirklich schneller, von daher ist das völlig in Ordnung“, fand Kunkel–Quoos.
Sven Graupe ließ sich dann auch den Gesamtsieg nicht nehmen, wurde mit 15,09 Kilometern über die 60 Minuten Zweiter hinter seinem Kumpel Michael Tschendel (15,77 Kilometer). Graupe ist leidenschaftlicher Mountainbiker, konnte unter anderem den Harzer Mountainbike–Cup gewinnen und daher nicht immer beim Lauf–Cup am Start sein. Am Ende reichte es dann aber doch für ihn.
Im Stakkato über die neue Bahn
Auch sein Sport–Kumpel Michael Tschendel musste den Gesamtsieg auf den letzten Metern abgeben. Er wurde überholt von Denis Gehde, der über die 30 Minuten nicht zu schlagen war. Im Stakkato riss Gehde auf der neuen Tartanbahn mit seinen langen Schritten Runde um Runde ab, ohne ein Anzeichen von Müdigkeit. Seine durchschnittliche Geschwindigkeit: 3,33 Minuten pro Kilometer. Insgesamt legte er so 8,23 Kilometer zurück.
Michael Tschendel fairer Zweiter
„Ich hab ja schon so ein bisschen gehofft, dass Denis heute nicht kommt, aber leider ist er ja da“, sagte Tschendel vor dem Lauf lachend. Aber auch er erwies sich als fairer Zweiter. „Er ist eben auch schneller als ich.“
Gesamtsieger Denis Gehde freute sich nach seinem Zieleinlauf. „Wenn man neun Läufe absolviert hat und jeden Durchgang gewonnen hat, dann lässt man sich das nicht nehmen und ich denke, dann hab ich ja auch verdient gewonnen“, sagt Gehde lächelnd, der eigentlich lieber bei Crossläufen unterwegs ist. „Runden zu laufen war schon sehr langweilig“, gab er zu.
Die Eberswalderin Susan Röper hatte dagegen auf einen Start verzichtet. „Ich habe heute Abend noch was vor, deshalb bin ich nur kurz mit den Kindern hergekommen, die sich noch verbessern wollten. Aber ich selber habe meinen zweiten Platz bei den Damen W 30 ja sicher und hätte Nancy auch nicht mehr einholen können.“
Gemeint war die Eberswalderin Nancy Sägebarth, die bei vier Läufen in der Cup–Wertung die volle Punktzahl von 25 Zählern einsammeln konnte und damit uneinholbar vorne lag. Sie machte sich trotzdem noch auf die Tartanbahn. „So etwas hier ist genau mein Ding: Immer im Kreis, keine Berge – perfekt.“ Mit 12,62 Kilometern in einer Stunde wurde sie mit Platz zwei bei den Frauen hinter Sybille Liepner (Bernauer Lauffreunde) belohnt.
Die Ehrung der Sieger des Barnimer Lauf–Cups 2019 findet im Dezember in Eberswalde statt. Alle Ergebnisse unter: www.barnimer–sparkassen–lauf–cup.de



