Machbarkeitsstudie
: Bernau lässt Standorte einer Schwimmhalle prüfen

Machbarkeitsstudie soll Kosten für Bau und Unterhaltung sowie den Standort eines Sport- oder Spaßbades ermitteln.
Von
Sabine Rakitin
Bernau
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Symbolfoto Schwimmbad. Foto: Hannibal dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

dpa

Es gibt Themen, die beschäftigen die Bernauer bereits seit Jahrzehnten. Auf Platz eins der Liste steht zweifelsohne eine Umgehungsstraße für die Stadt. Die wurde bereits Mitte der 1990er-Jahre als äußerst dringend bewertet, ist bekanntermaßen aber bis heute noch nicht gebaut. Gleich dahinter, auf Platz zwei in der Reihe von Vorhaben, die immer mal wieder in Angriff genommen, aber  dann doch nicht realisiert wurden, befindet sich eine Schwimmhalle.

Die kochte als Thema zuletzt in diesem Frühjahr hoch, als sich die Christdemokraten von Wandlitz, Bernau und Panketal zusammenschlossen und eine Schwimmhalle für die Region erneut auf die Tagesordnung hoben. Entrüstet wiesen ihre politischen Gegner damals das Ansinnen, mit vereinten Kräften eine Schwimmhalle im Niederbarnim zu installieren, als vermeintlich „durchsichtiges Wahlkampfmanöver“ zurück.

Nun sind die Wahlen vorbei, und zumindest die Bernauer Stadtverwaltung hat das CDU-Ansinnen in ihren Arbeitsplan aufgenommen. Zur jüngsten Stadtverordnetenversammlung brachte sie eine Beschlussvorlage ein, die zum Ziel hatte, eine „Machbarkeitsstudie zur Etablierung eines Schwimm- und Spaßbades in Bernau“ in Auftrag zu geben. Nach Angaben von Bürgermeister André Stahl (Linke) sollte damit die Diskussion „von der Bauch- auf die Sachebene“ gebracht werden. Noch rechtzeitig zu den Beratungen der Vorlage in den Fachausschüssen konterte die CDU-Fraktion mit einem Sachantrag, den sich das Rathaus letztlich zu Eigen machte. Ein Spaß- und Schwimmbad habe die CDU nie gefordert, stellte Fraktionschef Daniel Sauer klar. Ihr Ziel sei immer ein Schwimmbad gewesen, um im südlichen Barnim ein Angebot für den ganzjährigen Freizeit- und Vereinsschwimmsport, aber auch für das Schulschwimmen zu schaffen.

Studie zu drei Varianten

Nunmehr soll die Machbarkeitsstudie insbesondere die Fragen nach den Kosten von Bau und Unterhaltung sowie nach einem möglichen Standort für drei Varianten untersuchen: für ein Sportbad, für ein familienorientiertes Sportbad und für ein Spaßbad. Darüber hinaus müsse auch die Klimaneutralität betrachtet werden. „Anderes können wir uns nicht leisten“, bemerkte der Bündnisgrüne Klaus Labod. Daniel Sauer wünschte sich eine Bürgerbeteiligung durch Workshops. „Es geht hier um eine Machbarkeitsstudie. Es kann auch passieren, dass die Schwimmhalle nicht geht. Das sollte klar gesagt werden“, forderte Joachim Schaaf (AfD).