Viele Menschen lieben es, wenn alles ordentlich und sauber ist. Dazu gehört auch ein gut gemähter Rasen. Doch ein akurat gemähter „Wembley-Rasen“ bieten Kleintieren und Insekten kein Lebensumfeld. Daher verteilt die Stadt Bernau gemeinsam mit dem NABU Barnim derzeit 125 sogenannte Blühschilder.
Das erste Schild erhielt Selina Buhr aus den Händen von Bürgermeister André Stahl und Cathrin Schierenbeck, der Gestalterin des Schildes. Es findet seinen Platz an der Margueritenstraße 1/Ecke Blumenhag.
Eine Glockenblume, ein Schmetterling, eine Biene, eine Heuschrecke und ein Käfer weisen darauf hin, dass sich auf vielen Arealen in der Stadt eine große ökologische Vielfalt entwickelt hat. „Sie gedeiht wesentlich besser, wenn diese Flächen und Streifen nicht regelmäßig gemäht werden“, sagt Cathrin Schierenbeck, NABU-Mitglied und Vertreterin der Initiative „Barnim blüht & summt“

Chancen für Artenvielfalt

„Mit den Mähstopp-Schildern sollen Grünflächenpfleger, Anwohner und Passanten darauf hingewiesen werden, dass diese ‚wilden Flächen‘ nicht kurzgehalten werden müssen, sondern insektenfreundliche, der Artenvielfalt dienende Blühstreifen sind“, ergänzt der Bürgermeister.
Die Mahd des Straßenbegleitgrüns gehört zu den freiwilligen Aufgaben der Stadt Bernau, die nicht über die Straßenreinigungsgebühr abgerechnet werden. „Es muss nur so viel gemäht werden, dass unsere Verkehrssicherungspflicht erfüllt ist“, erklärt Ivonne Bartaune vom Infrastrukturamt der Stadt Bernau.
Die „Mähstopp-Schilder“ können bei der Touristeninformation, dem Bauhof der Stadt Bernau, Carl-Friedrich-Benz-Str. 2 und in den Bernauer Ortsteilen bei den Ortsvorstehern abgeholt werden. Sie werden kostenfrei an Bernauerinnen und Bernauer ausgehändigt und sollen auf Blühstreifen positioniert werden.