Pfau in Ahrensfelde: Weißer Pfauenhahn entlaufen, große Suche nach Mr. Snow im Barnim

Da war noch alles gut: Pfauenhahn Mister Snow auf Jannine Roitschs Ranch in Elisenau bei Ahrensfelde. Von einem Ausflug ins nahe Umland kehrte der seltene, weiße Pfau nicht zurück.
Jeannine Roitzsch- Weißer Pfauenhahn „Mister Snow“ aus Elisenau bei Ahrensfelde seit 11. Mai vermisst.
- Der seltene Vogel verirrte sich wohl nach Schreck, statt zur Ranch zurückzukehren.
- Letzte Sichtungen: zwischen Elisenau und Blumberg sowie entlang der Ahrensfelder Chaussee.
- Wildtierrettung versucht Fang mit Pistolennetz – bitte nicht selbst einfangen.
- Hinweise erbeten: Kontakt zu Besitzerin Jeannine Roitsch unter (0173) 6417639.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Artgerechte Haltung ist Jeannine Roitsch aus Elisenau, das zum Ahrensfelder Ortsteil Blumberg gehört, bei ihren Tieren sehr wichtig. Deshalb hat sie eine große Wiese gepachtet, auf der sie ihren Hühnern und Hähnen, Truthahn und Puten, Schafen und Ziegen sowie einem Pfauentrio Freiheit, Auslauf, Obdach und Futter bietet. Das ist ihre „Ranch“.
Männliche Pfauen brauchen sehr viel Bewegung, so auch ihr seltener weißer Pfauenhahn „Mister Snow“. „Er geht gern mal auf Tour, sein Radius ist mindestens ein Kilometer, oft sogar weiter“, weiß Jeannine Roitsch. Die Tiere kehren nach den Tagesausflügen jedoch immer wieder in ihr Zuhause zurück. Dort bekommen sie Futter, einen sicheren Übernachtungsplatz und sehen auch ihre Weibchen wieder. Pfauenmännchen sind sozusagen „polyamor“ – und sie haben normalerweise einen ausgezeichneten Orientierungssinn.
Weißer Pfau seit 11. Mai vermisst
Doch am 11. Mai muss etwas Besonderes geschehen sein. „Mister Snow war wieder unterwegs, ich habe ihn sogar noch aus der Ferne gehört. Aber dann hat ihn offenbar etwas erschreckt, sodass er die Orientierung verloren hat“, berichtet seine Besitzerin. Statt in Richtung Heimat flüchtete der verschreckte Pfau weiter in die Ferne.

Jeannine Roitsch aus Elisenau hat einen kleinen Privatzoo. Am 11. Mai kam ihr seltener, weißer Pfauenhahn Mr. Snow nicht von einem Ausflug in die Umgebung zurück zur Ranch bei Ahrensfelde.
Berit SchwarzJeannine Roitsch informierte gleich die Wildtierrettung. Der Verein fährt bei einer Sichtung sofort los und versucht, den entlaufenen Großvogel mit einem Pistolennetz einzufangen und dann nach Hause zurückzubringen. „Außerdem habe ich an vielen Orten Aushänge gemacht, etwa in Supermärkten. Und in mehreren Facebook-Gruppen gepostet, dass unser Mister Snow abhanden gekommen ist. Je mehr Menschen informiert sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ihn erkennt und sich bei mir oder der Wildtierrettung melden kann.“
Was das Besondere am weißen Pfau Mister Snow ist
Mister Snow ist als weißer Pfau eine Rarität. Der Vogel schlägt zwar außerhalb der Balz normalerweise kein Rad, jedoch ist er allein durch seine Größe auffällig. Diese beträgt etwa 1,20 Meter, dazu kommt noch der lange Feder-Schweif, der ihn bis über zwei Meter lang wirken lässt.
Seine beiden Weibchen, die die Besitzerin „Hanni“ und „Nanni“ getauft hat, sind nun familiär unvollständig. „Zu den zwei Hennen gehört einfach auch ihr Hahn“, erläutert Jeannine Roitsch.

Die beiden Pfauendamen „Hanni“ und „Nanni“ als Strohwitwen. „Ohne ihren Hahn sind sie nicht vollständig“, sagt Besitzerin Jeannine Roitsch.
Jeannine RoitschAber nicht nur für Hanni und Nanni, sondern auch für die Besitzerin selbst sei Mister Snow eine Herzensangelegenheit. „Ich habe mich so gefreut, dass die Pfauen immer zutraulicher wurden und dann auch zu dritt schön miteinander gelaufen sind. Und jetzt ist er nicht mehr da.“ In den ersten Tagen hätten die beiden Damen immer wieder nach ihrem Männchen gerufen.
Letzte Sichtungen Richtung Ahrensfelde und Blumberg
Am 16. Mai wurde Mister Snow zwischen Elisenau und Blumberg gesehen. Die letzten Sichtungen kamen aus dem Raum Ahrensfelde, entlang der Chaussee Richtung Gewerbepark, gelbe Halle, Krämer und Aral-Tankstelle. „Wer den großen Vogel sieht, sollte auf keinen Fall versuchen, ihn auf eigene Faust einzufangen. Das würde ziemlich sicher schiefgehen und er wäre dann danach erst recht verschreckt“, mahnt Jeannine Roitsch.
Der männliche, weiße Pfau wandert tagsüber gern über Wiesen in hohem Gras, wo er Kräuter und Insekten als Futter findet. In der Dämmerung sucht das Tier Schutz auf einem hohen Baum oder einem anderen hohen Objekt. „Er hat schon auf einem Privatgrundstück in einem Baumhaus übernachtet, das war etwa drei Kilometer von unserem Grundstück entfernt.“
Die größte Angst der Besitzerin ist, dass er sich auf einer Straße niederlassen und überfahren werden könnte. „Ich denke besonders etwa an die Autobahnauffahrt Hohenschönhausen, in der Richtung war er ja unterwegs. Wenn er da landen würde, wäre das für alle Beteiligten äußerst unschön“, fürchtet Jeannine Roitsch.
Suche nach Mister Snow
Bei einer Sichtung bitte schnellstmöglich seine Besitzerin Jeannine Roitsch unter der Handynummer (0173) 6417639 informieren.

