Unter dem Motto „Biesenthal bleibt bunt“ ruft eine Initiative am Sonntag zu einem Spaziergang gegen Rassismus in der Barnimer Stadt auf. Hintergrund ist der rassistische Angriff auf einen Mann aus Tansania Anfang Oktober am Marktplatz. Laut Polizei sei er von einem Deutschen als „Schwarzfahrer“ beleidigt und mit einer Bierflasche attackiert worden.

Rassistische Übergriffe keine Seltenheit

„Es kommt in Biesenthal immer wieder zu rassistischen Übergriffen in Form von Beleidigungen und Bedrohungen“, betont Svea Sobotka, eine der Organisatorinnen des Spaziergangs, in einer Mitteilung. Mit dem Spaziergang wolle man zeigen, „dass Opfer rassistischer Gewalt in Biesenthal nicht alleinstehen und dass uns rassistische Übergriffe in unserer Nachbarschaft nicht egal sind“.

Sportverein unterstützt Aktion

Mehrere Vereine und Unterstützer wollen sich an der Antirassismus-Aktion beteiligen. Dazu gehören der SV Biesenthal, die Grundschule am Pfefferberg sowie der Bürgermeister Carsten Bruch (CDU).
Starten soll der Spaziergang um 12 Uhr an der Grundschule am Pfefferberg. Von dort geht es durch das Biesenthaler Stadtzentrum zum Marktplatz, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist. Zum Schutz vor Corona besteht eine Maskenpflicht und ein Abstand von 1,5 Metern.