Rettungsdienst Barnim
: Bauhof-Provisorium in Blumberg weicht neuer Rettungswache

Seit mehr als vier Jahren rücken Retter im Süden des Kreises vom kommunalen Bauhof zu Einsätzen aus. Nun soll das Provisorium weichen – die neue Wache soll schon bald fertig sein.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Ahrensfelde
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Notarzt im Einsatz: Um die medizinische Versorgung zu verbessern, sollen zwei bereits erprobte Standorte im Barnim permanent installiert werden - in Blumberg und Finowfurt.

SEK-Einsatz im Brandenburgischen Viertel

Der Rettungsdienst im Landkreis Barnim modernisiert seine Standorte. Vor allem die provisorische Wache in Blumberg soll davon profitieren. (Symbolbild)

Dennis Lloyd Brätsch
  • Barnim baut in Blumberg eine moderne Rettungswache – Fertigstellung im Sommer 2027 geplant.
  • Seit 2022 arbeitet ein Rettungswagen provisorisch vom Bauhof, die Hilfsfristen sanken.
  • Gründe für den Umzug: lange Anfahrtswege im Bereich Seefeld, das Gebiet reicht bis Eiche.
  • Geplant sind eine große Fahrzeughalle, fünf Ruheräume sowie Sozial- und Hygienebereiche.
  • Krisensichere Ausstattung und separate Ausfahrt zur Freienwalder Chaussee verbessern den Betrieb.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit mehr als vier Jahren rückt ein Rettungswagen im Süden des Landkreises Barnim von einer provisorischen Wache auf dem Bauhof in Blumberg aus. Was 2022 zunächst als dreimonatiger Versuch begann, hat sich längst zu einem festen Bestandteil der rettungsdienstlichen Versorgung entwickelt. Nun soll das Provisorium verschwinden: Der Landkreis Barnim baut in Blumberg eine moderne Rettungswache. Bereits im Sommer 2027 sollen die Einsatzkräfte ihr neues Domizil beziehen können.

Der Neubau ist Teil einer kreisweiten Modernisierung der Rettungsdienststandorte. Während die neue Rettungswache in Joachimsthal kurz vor der Fertigstellung steht und bereits Standorte wie Oderberg, Finowfurt und Biesenthal erneuert wurden, richtet sich der Blick nun auf den stark wachsenden Süden des Landkreises.

„Wir schaffen hier gute Bedingungen für unsere Einsatzkräfte und sorgen zugleich dafür, dass schnelle rettungsdienstliche Hilfe auch künftig verlässlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, erklärte Landrat Daniel Kurth (SPD) zum Baustart.

Warum der Rettungsdienst nach Blumberg zog

Hinter der Entscheidung für den Standort steckt eine Entwicklung, die bereits mehrere Jahre zurückliegt. Im bisherigen Rettungswachenbereich Seefeld hatten sich die Hilfsfristen zunehmend verlängert. Eine Analyse der Einsätze zeigte, dass dafür weniger die Anzahl der Rettungswagen als vielmehr die langen Anfahrtswege verantwortlich waren.

Barnim

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Bürgermeister Wilfried Gehrke (l.), Rettungsdienst-Geschäftsführer Claudius Kaczmarek (m.) und Landrat Daniel Kurth bei der Besichtigung der Baustelle - witterungsbedingt aus dem Rettungsbus der BGG heraus.

Bürgermeister Wilfried Gehrke (l.), Rettungsdienst-Geschäftsführer Claudius Kaczmarek (m.) und Landrat Daniel Kurth bei der Besichtigung der Baustelle - witterungsbedingt aus dem Rettungsbus der BBG heraus.

Landkreis Barnim/Robert Bachmann

Das Versorgungsgebiet erstreckt sich von Tiefensee bei Werneuchen bis nach Eiche in der Gemeinde Ahrensfelde. Um die Wege zu verkürzen, richtete der Landkreis 2022 zunächst für drei Monate eine provisorische Rettungswache in Blumberg ein.

Der Versuch zeigte Wirkung: Die Hilfsfristen konnten in den betroffenen Bereichen verbessert werden. Seit Juli 2022 stellt die Gemeinde Ahrensfelde deshalb dauerhaft Räumlichkeiten auf ihrem Bauhof zur Verfügung. Parallel suchten Landkreis und Gemeinde nach einem geeigneten Grundstück für einen Neubau.

Fünf Ruheräume und eine große Fahrzeughalle

Die neue Rettungswache soll deutlich bessere Arbeitsbedingungen für die Besatzungen bieten. Geplant ist eine rund 134 Quadratmeter große Fahrzeughalle. Hinzu kommen fünf Ruheräume, Aufenthalts- und Sozialbereiche sowie Umkleiden und Sanitäranlagen. Separate Räume für Desinfektion und Lagerung sollen die hygienischen und organisatorischen Abläufe verbessern.

Besonderes Augenmerk legt der Landkreis auf die Krisensicherheit. Die Wache soll so ausgestattet werden, dass der Rettungsdienst auch bei länger anhaltenden Stromausfällen oder anderen außergewöhnlichen Notlagen möglichst weiterarbeiten kann.

Auch die An- und Abfahrt der Rettungswagen wurde bei der Planung berücksichtigt. Für Einsatzfahrzeuge ist eine direkte Ausfahrt zur Freienwalder Chaussee vorgesehen. Der übrige Verkehr soll über die Straße am Bahnhof abgewickelt werden, die von der Gemeinde bereits entsprechend ausgebaut wurde.

Rettungswache und Busdepot auf einem Grundstück

Die neue Rettungswache entsteht auf einem rund 8000 Quadratmeter großen kommunalen Grundstück. Dort wird zugleich ein Busdepot der Barnimer Busgesellschaft errichtet. Beide Einrichtungen sollen sich die verkehrliche Erschließung des Areals teilen.

Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke (CDU) begrüßte die Entscheidung für den dauerhaften Standort. „Gerade in einer wachsenden Gemeinde wie Ahrensfelde zählt im Ernstfall jede Minute“, betonte er. Die Gemeinde unterstütze das Projekt mit dem Grundstück und der verkehrlichen Anbindung.

Mit der geplanten Fertigstellung im Sommer 2027 endet für den Rettungsdienst in Blumberg die Zeit der provisorischen Unterbringung. Der Standort, der ursprünglich nur für drei Monate erprobt werden sollte, wird damit endgültig zu einer festen Rettungswache im Süden des Barnims.