Schule in Bernau
: Fast 120.000 Euro für neue Küche, dafür wird sie gebraucht

Im Barnim-Gymnasium Bernau-Waldfrieden gibt es nun eine Lehrküche – was die Schüler dort alles lernen sollen.
Von
Kai-Uwe Krakau
Bernau
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Lehrküche im Barnim-Gymnasium

Probierten italienische Köstlichkeiten: Landrat Daniel Kurth (SPD, 2.v.r.), der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Barnim, Volkmar Grätsch (r.) und der Vorsitzende des Fördervereins, Jörg Spielmann (l.)

Kai-Uwe Krakau
  • Barnim-Gymnasium Bernau-Waldfrieden eröffnete eine neue Lehrküche.
  • Finanzierung: Landkreis 78.000 €, Förderverein 40.000 € inkl. 15.000 € Sparkassen-Stiftung.
  • Raumumbau mit Elektrohausanschluss, Sanitär-, Maler-, Trockenbau, Türen, Brandschutz.
  • Ausstattung: sechs 90er-Induktionsfelder, sechs Öfen, zwei Spüler, großer Kühl-/Gefrierschrank.
  • Nutzung in Unterricht und Projekten; Idee vor sieben Jahren; Preisverleihung am 25. März in Potsdam.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Leckere Speisen zubereiten und mit verschiedenen Rezepten experimentieren: Am Barnim-Gymnasium in Bernau-Waldfrieden können die Schülerinnen und Schüler künftig nicht nur grundlegende Kochtechniken kennenlernen, sondern auch gesunde und schmackhafte Gerichte zaubern. Herzhaft oder süß – der kulinarischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Möglich wird dies durch die Umgestaltung eines Raumes zur Lehrküche. Nun wurde sie – mit italienischen Köstlichkeiten – eröffnet.

Schulleiter Henning Juergens sprach in seiner kurzen Rede von einem „besonderen Tag“ für das Barnim-Gymnasium und bezeichnete das Kochen als eine Kunst. Man könne sich ausprobieren, Neues entdecken und den Horizont erweitern. „Die Lehrküche kann in vielen Fächern genutzt werden“, zeigte sich Juergens überzeugt. Die Schüler lernten, im Team zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Zudem stärke die Lehrküche das Gemeinschaftsgefühl in der Bildungseinrichtung, so der Schulleiter.

Landrat: Weitere Investitionen im Bildungsbereich

„Wir sind ein Wachstumslandkreis und werden weiterhin in unsere Bildungslandschaft investieren“, versprach Landrat Daniel Kurth. Die neue Lehrküche sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Gelder ganz konkret bei den Schülerinnen und Schülern ankommen, so der SPD-Politiker. Sie sei ein Ort, an dem Theorie und Praxis zusammenfinden, ob im Unterricht, in den verschiedenen Projekten oder bei schulischen Veranstaltungen. Kurth dankte der Schulstiftung der Sparkasse Barnim sowie dem Förderverein des Barnim-Gymnasiums für die Unterstützung.

Bernaus Bürgermeister André Stahl (Linke) sagte, es sei zwar wichtig, eine Bildungseinrichtung  modern und auf hohem technischen Standard auszustatten, sie müsse aber auch mit Leben erfüllt werden. „Das Besondere macht eine Schule aus“, so der Rathauschef. Da könne das Barnim-Gymnasium mit der Lehrküche nun in besonderem Maße punkten.

Die neue Lehrküche entstand durch die Umwandlung eines ehemaligen Musikraums, der kaum genutzt wurde. Der Landkreis finanzierte den Angaben zufolge unter anderem einen neuen Hausanschluss für Elektroinstallationen sowie zusätzliche Sanitär-, Maler- und Trockenbauarbeiten. Zudem mussten Türen erneuert und ein Brandschutzkonzept erarbeitet werden. Nach Angaben von Kurth stellte der Kreis dafür 78.000 Euro zur Verfügung. Der Förderverein steuerte laut seines Vorsitzenden Jörg Spielmann insgesamt 40.000 Euro bei. In der Summe sind 15. 000 Euro der Sparkassen-Schulstiftung enthalten.

Kleine Imbisse entstehen zu offiziellen Anlässen

Die Lehrküche ist mit sechs 90er-Induktionskochfeldern und sechs Backöfen, zwei Geschirrspülern sowie einem großen Kühl- und Gefrierschrank ausgestattet. Hinzukommen große Arbeitsflächen, Abzugshauben, Küchenschränke sowie diverse Geräte und Utensilien.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung wurde die Lehrküche genutzt. Insbesondere die Seminarkurse „Eventmanagement“ und „Internationale Küche“ greifen gerne auf die neuen Möglichkeiten im Haus 2 des Gymnasiums zurück, heißt es. Auch kleine Imbisse zu offiziellen Anlässen entstehen dort. Und nicht zuletzt wurde die Weihnachtsfeier des Kollegiums durch die Lehrküche zu einem bleibenden Erlebnis.

Im fremdsprachlichen Unterricht wird nach landestypischen Rezepten gekocht, im WAT- und LER-Unterricht sollen alltagsnahe Kompetenzen vermittelt werden. Ferner unterstützt die Lehrküche die Erziehung zu gesunder und bewusster Ernährung in verschiedenen Fächern. Auch gebe es Anknüpfungspunkte zur MINT-Ausrichtung des Gymnasiums.

Die Idee für eine Lehrküche gab es vor sieben Jahren

Die Idee, eine Lehrküche einzurichten, hatte übrigens Patrick Schaetz – und das bereits vor sieben Jahren. Doch es gab damals nicht genügend Räume, zeitweise arbeitete man in „kulinarischen Angelegenheiten“ mit dem benachbarten Oberstufenzentrum zusammen. „Durch den Erweiterungsbau haben wir aber wieder mehr Platz“, so der Sport- und Geografielehrer. So konnte das Vorhaben im vergangenen Jahr – vornehmlich in den Ferien – umgesetzt werden.

Der Förderverein des Barnim-Gymnasiums hat das Projekt beim Wettbewerb für den Anerkennungspreis „Stark durch Teilhabe“ 2026 des Landesverbandes der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg eingereicht. Er ist mit 5000 Euro notiert und würdigt herausragende Vorhaben, die das Schulleben nachhaltig stärken. Die Preisverleihung findet am 25. März in Potsdam statt.

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