Sozialwohnungen: Planungsstart für 50 neue Unterkünfte
Rund 1000 Wohn- und Geschäftseinheiten verwaltet die Werneuchener Wohnungsbaugesellschaft (WBG). Die WGB ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Bernau. In greifbarer Zukunft könnten an die 50 Mietwohnungen sowie „nicht störende Gewerbe“ dazukommen. Zumindest hat die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag grünes Licht für die nächsten Planungsschritte gegeben. Den Aufstellungsbeschluss für den Start eines Bebauungsplanverfahrens an der Wegendorfer Straße fassten die Abgeordneten einstimmig. Zuvor wurde ein Änderungsantrag von Thomas Gill (SPD) angenommen. Er legt den Anteil der Wohnungen fest, die im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus errichtet werden sollen. In ihnen darf die Quadratmetermiete laut Gill 5,50 Euro nicht übersteigen.
Um in den geplanten Wohnungen Mieten unter dem eigenen Kostenniveau zu erzielen, kommt Stefan Lochner, Geschäftsführer der WBG, eine politische Entwicklung sehr gelegen. „Eben hat die Stadt eine wohnungspolitische Umsetzungsstrategie verabschiedet, bei der wir eine treibende Kraft waren“, so Lochner. Den Rahmen für diese wohnungspolitische Umsetzungsstrategie hatte allerdings das Land Brandenburg gezogen. Jahrelang hatte die WBG in mühevoller Kleinarbeit die einzelnen Grundstücke an der Wegendorfer Straße zusammengekauft. Nun ist das rund 1,32 Hektar große Gelände Teil der neuen kommunalen Förderkulisse. Für sozialen Wohnungsbau kann die WBG nun bei der landeseigenen Investitionsbank Brandenburg (ILB) Mittel beantragen. Das umfasst dann sowohl Wohnungen für Hartz IV- und Grundsicherungsempfänger als auch solche, für die Bewohner einen Wohnberechtigungsschein beantragen müssen. Stefan Lochner will für diesen geförderten Wohnraum eine Miete von 4,85 Euro kalt erzielen.
„Mein Auftrag ist es, sozialverträglichen Wohnraum für Werneuchen zu schaffen“, erklärt er. Die WBG darf keinen Profit machen, so steht es in ihrer Satzung. Deswegen werden auch die nicht geförderten Unterkünfte so kalkuliert, dass die Miete sozialverträglich bleibt. Laut Lochner sollen sie unter acht Euro kalt kosten. „Mit hoffentlich noch lange niedrig bleibenden Zinsen – trotz der ständig steigenden Baukosten – müsste das möglich sein“, damit kalkuliert der Diplom-Ingenieur.
Ausstrahlung auf den Markt
Neue bezahlbare Wohnungen bergen die Chance, mäßigenden Einfluss auf den lokalen Wohnungsmarkt zu nehmen. „Wir sind die Mietpreisbremse“, meint Lochner überzeugt.
Alle neuen Wohnungen sollen nach modernen Standard energieeffizient und mit gesundheitsverträglichen Materialien gebaut werden. Für dies, wie auch für die Anzahl der Parkplätze gebe es Vorschriften, die von der WBG eingehalten würden. „Ansonsten haben wir es noch mit einem dynamischen Konzept zu tun“, so Lochner, denn in den nächsten zwei Jahren, die ein Bebauungsplanverfahren in der Regel dauert, könne ja noch einiges passieren.


