Standortsuche: Drei Grundstücke ausgewählt

Favorit: Dieses Grundstück an der Elbestraße, das von der gärtnerischen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität genutzt wird, könnte Standort der neuen Grundschule sein. Neun Standorte hat die Verwaltung untersucht.
Sergej ScheibeInsgesamt neun Areale wurden genauer begutachtet, um eine kommunale dreizügige Grundschule zu errichten. Zu der Schule gehören aber auch Turnhalle, Mensa und Hort, was zu bedenken ist. Außerdem spielen Verfügbarkeit des Grundstücks, Anbindung an den Nahverkehr, aber auch Baurecht und Abwasserentsorgung sowie Umweltverträglichkeit eine entscheidende Rolle. Dazu wurde ein Prozentesystem vergeben, das die Bewertung erleichtert. Drei Standorte haben sich laut Sozial–Fachbereichsleiterin Cassandra Lehnert als besonders geeignet herausgestellt, wobei das Areal an der Elbestraße, das sich Land Berlin und evangelische Kirche teilen, favorisiert werde. Die Verwaltung schlägt dieses Grundstück, das fußläufig zur S–Bahn Zepernick liegt, als Vorzugsvariante vor.
Erste Gespräche mit den Eigentümern seien erfolgt, teilt Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) mit. Noch nutzt die Humboldt–Universität mit der gärtnerischen Fakultät Teile der Fläche. Das Argument der Störung der Friedhofsruhe, das in der Diskussion vielleicht auftauchen könnte, sehen weder Wonke noch Lehnert. Da gebe es heute gute Möglichkeiten des Schallschutzes. Eine Schule, so die Fachbereichsleiterin, gehöre in die Mitte der Gesellschaft. „Und am Abend sowie an den Wochenende herrscht selbst auf einem Schulhof Ruhe“, schätzt Cassandra Lehnert ein.
Sollte es dennoch nichts mit der Elbestraße werden, komme auch das Birkenwäldchen infrage. Der Standort ist laut Flächennutzungsplan–Entwurf, der in der selben Sitzung beraten wird, als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen. Der gültige Bebauungsplan für ein Wohngebiet auf der Waldfläche wird jedoch zugunsten von Spielbereichen und Naherholungswünschen bereits als nicht mehr zeitgemäß von den Gemeindevertretern eingestuft. Das Birkenwäldchen an der Thalestraße wird von vielen Panketalern rege genutzt. Auch die Vielfarb–Kita grenzt daran.
Als dritter Standort hat sich die Fläche Heidehaus qualifiziert, die bisher für soziale Zwecke genutzt werden soll. Aktuelle Untersuchungen zum früheren Krankenhaus an der Schönower Straße zur Umnutzung als Kultur– und Bürgerhaus sollten längst vorliegen. Allerdings war die Fläche schon vor Jahren einmal als Grundschulstandort im Gespräch. Es gibt einen Bebauungsplan für Wohnungsbau, der geändert werden müsste. Auch die Nähe zum S–Bahnhof ist ein großer Vorteil.
Untersucht wurden zudem Flächen an der Straße der Jugend, in der Händelstraße, auf einem Acker an der Birkholzer Straße/Bernauer Chaussee, auf dem Feld hinter der Kita Pankekinder sowie in der Bucher Chaussee/Kirschenallee. Mit einem Antrag wendet sich außerdem die CDU–FDP–Fraktion an das Gremium. Sie favorisiert das Gelände des ehemaligen Krankenhauses, weil dort bereits Baurecht gelte. Damit könnten Zeit und Kosten gespart werden, heißt es.
Die Diskussion um den Standort wird am 18. März im Rathaussaal vom Ortsentwicklungsausschuss eröffnet. Um 19 Uhr kommt das Gremium zusammen. Das letzte Wort haben dann am 25. März die Gemeindevertreter. Bestandteil des zu fassenden Beschlusses soll auch die komplette Planungsleistung sein, um die europaweite Ausschreibung einleiten zu können. Ein Schulkonzept, die Finanzierbarkeit sowie Förderfähigkeit des Projektes sollen in weiteren Vorlagen erörtert werden. Abstimmungen mit dem Bildungsministerium laufen.