Im Neubau im Haus B des „Inklusiven Wohnens“ Lobetal ist am Mittwoch ein Sturzerkennungssystem installiert worden. Insgesamt werden vier Wohnungen damit ausgestattet, teilte Hoffnungstaler Stiftung Lobetal mit. Es handele sich dabei um ein Assistenzsystem, das Rund-um-die-Uhr verunfallte Menschen selbstständig erkennt und sofort Hilfe holt. Ebenso erkennt es Gefahren durch Brände, ungesundes Raumklima und Auskühlung der Räume sowie ausbleibende Aktivität, heißt es.
Die Anschaffung und Installation wird mit über 9.200 Euro durch die „Glücksspirale“ gefördert. Ein entsprechendes Schild wurde unter Anwesenheit eines künftigen Mieters und der Hausleitung angebracht.

Ein Zuhause für 48 Menschen

Das Wohnprojekt „Inklusives Wohnen Lobetal“ bietet in der Ortschaft Lobetal in drei Häusern Wohnraum für insgesamt 48 Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Einzug ist im Laufe des nächsten Frühjahrs geplant. Auf jeder Etage befinden sich je acht barrierefreie Appartements. Die Mieteinheiten in den oberen Etagen werden über das zentrale Treppenhaus mit Aufzug erreicht. Von diesem gelangt man zu den Fluren der Wohnungen, zu Begegnungsräumen zur gemeinschaftlichen Nutzung und zu einem Büro.
Jedes Appartement verfügt über einen Wohnraum mit Küche, eine Terrasse beziehungsweise Balkon, einen Schlafraum sowie ein barrierefreies Bad.  In zwei Häusern befinden sich im Erdgeschoss je vier rollstuhlgerechte Wohnungen, die dem Platzbedarf von Rollstuhlnutzern angepasst sind.
Die Idee des Projektes ist das selbstverständliche Zusammenleben aller Mieter mit der Bereitschaft, sich untereinander nachbarschaftlich und ehrenamtlich zu unterstützen. Die Lage in Lobetal ermögliche es Menschen mit Beeinträchtigung, sich aktiv als Bürgerinnen und Bürger in die Ortschaft einzubringen, so die Stiftung. Ärzte, Therapeuten, Milchladen, das Restaurant im Bonhoeffer-Haus, Kulturangebote in der Alten Schmiede, die Kirche und viele weitere Orte seien fußläufig zu erreichen.

Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr

Die Begleitung der Mieter mit Beeinträchtigungen erfolgt je nach Bedarf in Form einer aufsuchenden Hilfe direkt in deren Wohnräumen. Das Unterstützungsangebot umfasst Hilfen in Form von Beratung, Begleitung, Organisation und Motivation durch ein Team.
Außerhalb von individuellen Betreuungszeiten vor Ort ist für Menschen, die punktuell Unterstützung benötigen, eine telefonische Erreichbarkeit gewährleistet. Für Menschen mit Epilepsie-Erkrankungen und bei individuellem Bedarf werde dies rund um die Uhr gewährleistet.