Sturm in Bernau und Umgebung
: Schäden an Bäumen und Dach – Ahrensfelde stark betroffen

Die Feuerwehren in Ahrensfelde, Bernau, Panketal und Werneuchen hatten viel zu tun: Das Sturmtief Ziros hat die Region mit voller Wucht getroffen.
Von
Conradin Walenciak
Bernau, Panketal, Ahrensfelde, Werneuchen
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Sturm in Berlin

Das Sturmtief Ziros hat in Berlin und Brandenburg für zahlreiche umgestürzte Bäume gesorgt.

Andreas Gora/dpa
  • Sturmtief „Ziros“ verursachte in Berlin und Brandenburg schwere Schäden und einen Todesfall.
  • In Ahrensfelde, Bernau und Panketal waren die Feuerwehren im Dauereinsatz, vor allem in Ahrensfelde.
  • Schäden: Umgestürzte Bäume, herabfallende Äste, teils blockierte Straßen, vereinzelt abgedeckte Dächer.
  • Gemeinde Ahrensfelde bietet Schadensmeldung online an, Vorsicht auf Gehwegen empfohlen.
  • Ursachen: Trockenheit erhöht Anfälligkeit der Bäume für Sturmschäden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Sturmtief „Ziros“ ist am Montagnachmittag über Berlin und Brandenburg hinweggezogen und hat mancherorts starke Schäden verursacht. In der Hauptstadt kam sogar eine Frau ums Leben, die in ihrem Auto von einem herabstürzenden Ast erschlagen wurde. Auch der Niederbarnim blieb von dem Unwetter nicht verschont. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren in Ahrensfelde, Bernau, Panketal und Werneuchen hatten jede Menge zu tun.

Am heftigsten erwischt hat es von den vier genannten Kommunen dabei wohl Ahrensfelde. Die Gemeinde schaltete auf ihrer Internetseite sogar ein Schadensmelde-Formular frei, um das Einsatzaufkommen der Freiwilligen Feuerwehr besser koordinieren zu können. Einwohner, die auf öffentlichem Gelände Schäden feststellen, können sich auf diesem Wege an die Gemeinde wenden. „So helfen Sie uns, einen vollständigen Überblick über die Lage zu behalten und die Einsätze effizient zu planen“, heißt es seitens der Verwaltung.

Gehwege in Ahrensfelde mit großer Vorsicht nutzen

Darüber hinaus empfiehlt das Rathaus den Menschen, die auf Geh- und Radwegen in Ahrensfelde unterwegs sind, diese mit großer Vorsicht zu nutzen „und den Blick stets zu den Baumkronen zu richten, um auf herabfallende Äste zu achten“.

Gemeindewehrführer Falko Grunow sprach auf Nachfrage von einem sehr arbeitsintensiven Montagabend. Bis in die heutigen Mittagsstunden (Dienstag, 24. Juni) seien die Feuerwehrleute noch damit beschäftigt gewesen, die Sturmschäden in Ahrensfelde zu beseitigen. „Wir sind mit 80 Kameraden und Kameradinnen im Einsatz“, sagte er. „Aktuell haben wir damit zu tun, die letzten herumliegenden Äste wegzuräumen, die durch den Sturm herabgefallen sind.“

Glücklicherweise sei das auch in den Abendstunden schon die Hauptaufgabe der Feuerwehr gewesen. Größere Schäden auf Privatgrundstücken seien im Gemeindegebiet nicht gemeldet worden, so Grunow.

Schlechte Baumpflege in Ahrensfelde?

Dass jedoch überhaupt so viele Bäume in Mitleidenschaft gezogen wurden, kritisierte eine Facebook-Nutzerin in der Gruppe „Ahrensfelde“. Sie bemängelte, dass die Grünpflege in der Gemeinde nicht ordentlich funktioniere, die Baumgutachter keine gute Arbeit leisten würden, und deshalb Bäume umstürzen würden. Feuerwehrchef Grunow ist allerdings anderer Meinung. „Die Bäume in der Gemeinde werden gut gepflegt“, sagte er. „Das Problem ist die zunehmende Trockenheit in der Region. Dadurch werden die Bäume leider angreifbarer für Stürme.“

In Bernau musste die Feuerwehr seit Montagnachmittag zu insgesamt 29 Unwetter-bedingten Einsätzen ausrücken. Das berichtete Stadtwehrführer Jörg Erdmann. Auch in der Hussitenstadt habe es glücklicherweise jedoch keine größeren Schadensbilder gegeben. „In Ladeburg wurde durch den Sturm ein Schleppdach abgedeckt. Ansonsten hatten wir es aber nur mit herabgestürzten Ästen, die Straßen blockierten, zu tun.“ Immer mal wieder hätten deshalb kurzfristig Straßen gesperrt werden müssen. „Alles in allem sind wir aber mit allen Aufgaben schnell fertig geworden“, so Erdmann.

Sturm im Barnim: Panketal kommt glimpflich davon

Ebenfalls mit den Folgen des Unwetters, hatten die Einsatzkräfte in Panketal zu tun – allerdings nicht in diesem Umfang wie in Ahrensfelde oder Bernau. Laut Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) musste die Feuerwehr sechsmal ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen. „Es ging dabei um umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste“, so der Rathauschef. „Stand jetzt sind in Panketal keine Fälle von Verletzten bekannt.“

Eine ziemlich ähnliche Bilanz verkündete Werneuchens Stadtwehrführer Rayk Miekley. „Wir mussten einige umgestürzte Bäume von den Straßen im Stadtgebiet räumen. In Löhme ist außerdem ein Baum auf ein Grundstück gefallen.“ Darüber hinaus sei man auch in den Ortsteilen Tiefensee, Seefeld und Werneuchen im Einsatz gewesen. „Alles in allem sind wir aber sehr gut zurechtgekommen, größere Sachschäden gab es nicht“, bilanzierte Miekley. Für einen Einsatz habe man sich die Drehleiter der Feuerwehr aus Altlandsberg (Märkisch-Oderland) ausleihen müssen, ansonsten habe die eigene technische Ausrüstung ausgereicht.