Tiere in Bernau
: Rehkitze vor dem Mähdrescher retten –Helfer gesucht

Wenn Bauern im Frühjahr die Wiesen mähen, kann das für einige Tiere lebensgefährlich werden. Eine Gruppe aus Bernau sucht Verstärkung für die Rettung der Jungtiere
Von
Berit Schwarz
Bernau
Jetzt in der App anhören
Barbara Freytag und Klaus Freytag, Rehkitz-Rettung, Bernau

Barbara und Klaus Freytag von der Rehkitz-Rettung in Bernau suchen Verstärkung.

Klaus Freytag
  • In Bernau suchen Barbara und Klaus Freytag Helfer zur Rehkitz-Rettung.
  • Jährlich sterben 100.000 Rehkitze durch Mähdrescher.
  • Drohnen und Wärmebildkameras spüren die Kitze vor dem Mähen auf.
  • Ehrenamtliche und Landwirte können sich beteiligen.
  • Kontakt: Barbara Freytag, Tel: (0172) 5374550, E-Mail: barbara.freytag@outlook.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Immer wieder sterben Rehkitze, wenn der Bauer im Frühling und Sommer seine Wiesen abmäht. Die Jungtiere erleiden entsetzliche Verstümmelungen durch die Schneidwerkzeuge. Tierschützer wollen dieses versehentliche Töten verhindern.

Während erwachsene Rehe vor dem Geräusch eines Mähdreschers fliehen, haben Rehkitze diesen Fluchttrieb noch nicht. Sie bleiben im tiefen Gras sitzen und werden von den Schneidwerkzeugen des Mähdreschers erwischt und getötet. Rund 100.000 junge Rehe erleiden in Deutschland jährlich dieses Schicksal.

Mit Drohnen und Wärmebildkameras gegen den Tod im Feld

Mit modernster Drohnentechnik und Wärmebildkameras suchen Tierschützer wie Barbara und Klaus Freytag die Wiesen vor dem Mähen ab, um die Rehkitze aufzuspüren und zu bergen. Nachdem die aufgespürten Rehkitze sorgfältig von einer Schutzwand „umhaust“ werden, kann der Mähdrescher ihnen nichts mehr anhaben. Im Anschluss ans Mähen werden die „Umhausungen“ entfernt und die jungen Rehe sind wieder frei.

Der Wildtierschutz arbeitet mit Landwirten zusammen und stimmt im Vorfeld die Tierrettung-Termine mit ihren Mähplänen ab.

Im Frühling und Sommer sind die Tierschützer für die Rettung der Kitze in den Nacht- und frühen Morgenstunden unterwegs auf verschiedenen Wiesen im Barnim. Dafür suchen sie noch Mitstreiter.  Wer ehrenamtlich Tiere retten will, kann sich bei Barbara Freytag melden. Voraussetzung: körperliche Fitness, feste Kleidung und festes Schuhwerk, Mindestalter 18 Jahre.

Auch interessierte Landwirte können sich melden, um sicherzustellen, dass ihre Wiesen beim Mähen tierfrei sind.

Wildtierschutz aus der Luft

Barbara Freytag, Tel: (0172) 5374550, E-Mail: barbara.freytag@outlook.de