Volleyball: Den Nachwuchs im Fokus

Sonntag ist Saisonstart für das Regionalliga-Team mit Trainer Steffen Trobisch.
Julian StegemannSeit der Gründung der Nachwuchsabteilung durch Marita Bluhm 2004 hat sich bei Einheit eine Menge getan. Anfangs übernahmen Eltern oder Bekannte das Training und vermittelten ihre Leidenschaft zum Volleyball. Jetzt trägt der Verein die Früchte. Mit jedem Jahr wuchs die Mitgliederzahl, sodass derzeit über 100 Sportlerinnen von neun ehrenamtlichen Trainern betreut werden.
Von den Zwergen an trainiert
Einer dieser Trainer ist Steffen Trobisch. Der ehemalige Volleyballspieler kam durch seine Tochter zum Verein und trainierte zunächst den jüngeren Nachwuchs. Heute ist er Trainer der ersten und zweiten Mannschaft von Einheit und kann auf tolle Erinnerungen zurückblicken. „Ich begleite die Mädels jetzt schon seit acht Jahren. Ich kenne die meisten, als sie noch Zwerge waren. Es ist schön, wie sie als Spielerinnen und wir als Verein gewachsen sind“, so der Übungsleiter. Die erste Mannschaft, die seit der Saison 2017/18 in der Regionalliga vertreten ist, wird neben Spielerinnen der U 18 und U 20 auch von erfahrenen Frauen unterstützt und bildet dadurch die perfekte Mischung.
In Vorbereitung auf die Saison der ersten Mannschaft reisten sie nach Gransee ins Trainingslager. Im Zuge dessen gab es auch ein Spiel gegen den VC Olympia Berlin aus der 2. Bundesliga Nord. „Wir haben vier Sätze gespielt und vier Sätze sauber gewonnen“, erklärt Steffen Trobisch, der das Ergebnis allerdings nicht überbewerten wollte.
Doch die Marschroute stimmt bei den Zepernickern. So sei man besser als im vergangenen Jahr auf die neue Spielzeit vorbereitet. Tipps bekommt die Mannschaft zudem gelegentlich vom Deutschen Bundestrainer Nachwuchs Jens Tietböhl, der in der Gemeinde wohnt. „Das ist immer eine ganz gute Hilfe wenn er bei uns vorbeischaut. Er kann uns wichtige Sachen mit auf den Weg geben, die uns definitiv verbessern“, meint der Einheit-Coach.
Nachdem es im vergangenen Jahr für Einheit bis zum Schluss mit dem Klassenerhalt eng wurde, soll in diesem Jahr schnellstmöglich Sicherheit her. Im Vordergrund stehe, sich im oberen Tabellendrittel zu etablieren. „Ich hoffe, dass wir gleich die Punkte einfahren, um uns dann beruhigt auf die Nachwuchsspielerinnen konzentrieren zu können“, meinte Trobisch.
Dritte Bundesliga ist Fernziel
Nach dem dritten Spieltag könne er auf die Juniorinnen aus der U 20 zurückgreifen, um diese an die Regionalliga heranzuführen. Dies ginge allerdings nur, wenn genügend Punkte auf dem Konto seien. Die Dritte Bundesliga ist ein Ziel für die Zepernicker. Im Vordergrund läge allerdings weiterhin die Förderung des eigenen Nachwuchses.
Dass die Talente des Vereins auch bei größeren Klubs Begehrlichkeiten wecken, ist naheliegend. Doch Abgänge sind bei den Zepernickern selten. „Wir haben nicht das Problem, dass die Mädels schnell weggehen. Wir begleiten sie schon so lange und versuchen, nicht nur Volleyball zu leben. Da ist schon eine sehr enge Bindung“, so Trobisch.
Ein neues Gesicht in der Mannschaft der Panketaler ist Christiane Döhren, die aus Erfurt kam und an der Gesamtschule Zepernick ihr Referendariat macht. „Sie ist leidenschaftliche Volleyballerin und hat so den Weg zu uns gefunden. Als Libera wird sie bei uns zum Einsatz kommen“, verriet der Trainer.