Volleyball: Ohne drei in die Domstadt

Doppelblock: Die Zepernickerinnen Janin Nachtigall und Ronja Fischer (links) wehren einen Angriff ab.
VereinDas Spiel begann mit einer starken Aufschlagserie von Ronja Fischer. Dieser Schwung brachte die Zepernickerinnen bis zum 7:8. Doch dann begann sich bemerkbar zu machen, dass die Zepernickerinnen ohne ihre Zuspielerinnen Antonia Liebsch und Maya Reuter angereist waren. Aus diesem Grund wurde das ungewohnte 4—2-System mit Ronja Fischer und Nina Raeder als Zuspielerinnen gespielt. Das Team musste sich erst an die neue Situation gewöhnen. Besonders die Mittelangreiferinnen Janin Nachtigall, Laura Petereit und Tamina Mai konnten nicht ihre gewohnt schnellen Angriffe spielen. So konnten die Magdeburgerinnen durch ihr schnelles Spiel und gute Abwehrarbeit den ersten Satz mit 25:18 für sich entscheiden.
Zurück zum 5—1-System
Der zweite Satz begann nun mit starken Aufschlägen der Gastgeber. Die Zepernickerinnen konnten nur schwer die Annahme halten und auch wenn der Ball zum Zuspielerin kam, war es für die Außenangreiferinnen Renee Nachtigall und Shakti Mara Trewin schwierig, die hohen Pässe am Block vorbei zu schlagen. Aufgrund der zahlreichen Pfiffe des Schiedsgerichts zur Zuspieltechnik wechselten in der Mitte des Satzes Trainer und das Team zurück auf das 5:1–System mit Ronja Fischer als Zuspielerin. Die Magdeburgerinnen entschieden zwar auch den zweiten Satz mit 25:15 deutlich für sich, aber es war zu Ende des Satzes zu erkennen, dass die Zepernickerinnen sich mit diesem System wohler fühlten und besser zueinander fanden.
Den dritten Satz starteten die Zepernickerinnen plötzlich sehr sicher und besser aufeinander abgestimmt. So konnten sie bis zum 8:4 eine Führung ausbauen. Ronja Fischer spielte nun weiter allein zu, so dass Nina Räder mit Angriffen über Diagonal die Gegner unter Druck setzen konnte. Auch Außenangreiferin Renee Nachtigall platzierte ihre Angriffe nun mit Auge in die sich bietenden Löcher auf dem gegnerischen Feld. Durch den starken Teamgeist und das gegenseitige Motivieren konnten die Zepernickerinnen ihr Selbstbewusstsein wieder stärken. In diesem Satz zeigte jede einzelne Spielerin ihre Qualitäten und gemeinsam als Team konnte der Satz mit 25:21 für sich entschieden werden.
Auch im vierten Satz starteten die Zepernickerinnen mit einer guten Annahme und selbstsicheren Angriffen. Beide Mannschaften spielten nun konsequenter, waren die Magdeburgerinnen durch den Satzverlust gewarnt und die Zepernickerinnen dadurch mutiger. Über 15:16 konnten die Zepernickerinnen bis zum 21:22 beim Kopf–an–Kopf–Rennen mithalten. Sehr ärgerlich, aber zum Schluss waren es vermeidbare Eigenfehler, die den Punkt und damit die Belohnung der eigenen Leistung verhinderten. MVP (wertvollste Spielerin) wurde verdient Ronja Fischer.
Für Trainer Steffen Trobisch war es trotzdem ein gelungener Auftritt. „Das gemeinschaftliche Auftreten und das flexible Bewältigen der schwierigen Randbedingungen zeigen ein gefestigtes Mannschaftsgefüge und das Spielvermögen aller beteiligten Spielerinnen. Schade, dass sich die Mannschaft trotz der ungewohnten Konstellation nicht belohnt hat, zumal man sich damit von den ebenfalls sieglosen Mannschaften hinter der Einheit hätte weiter absetzen können.“
Das nächste Spiel am 8. Februar soll aber wieder mit einer Zuspielerin und neuen Erfahrungen gegen die Anhaltinerinnen zu Hause stattfinden. Um 18 Uhr beginnt das Spiel gegen die freiwillig aus der Dritten Liga abgestiegenen Damen aus Braunsbedra. Diese dürften mit einer guten Portion Frust nach Panketal kommen, wurden sie doch im Hinspiel in eigener Halle mit 1:3 besiegt.
Einheit Zepernick: Nina Raeder, Shakti Mara Trewin (K), Janin Nachtigall, Laura Petereit, Tamina Mai, Renee Nachtigall, Ronja Fischer, Arlett Krüger