Volleyball
: Unter den deutschen Top-Acht

Die U-16-Mädchen der SG Einheit Zepernick haben bei den Deutschen Meisterschaften den achten Platz belegt.
Von
Steffen Trobisch
Friedrichshafen
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Stolz auf das Erreichte: die U-16-Volleyballerinnen der SG Einheit Zepernick nach dem achten Platz bei der Deutschen Meisterschaft

Michael Petereit

In der Vorrunde wurden der Einheit Blau-Weiß Aasee (Münster), der Dresdener SC und Gastgeber VfB Friedrichshafen zugelost. Gegen den späteren Dritten aus Aasee starteten die Zepernicker Mädchen in das Turnier. Ein Spiel auf Augenhöhe, das sie aber 0:2 (23:25, 17:25) an die Münsteranerinnen abgeben mussten, die mit zwei Nationalspielerinnen angereist waren. Grund für die Niederlage waren aber vor allem die Aufregung und Eigenfehler der Panketalerinnen.

Von Spiel zu Spiel sicherer

Im nächsten Spiel warteten die Mädels des Bundesstützpunktes aus Dresden, die ebenfalls eine Nationalspielerin in ihren Reihen hatten. Sie spielten ein sehr gutes Aufschlagspiel, doch die Annahme der SG verbesserte sich mit jedem Ball. Nachdem Einheit den ersten Satz abgeben musste, konnte die Partie zunehmend souveräner gestaltet werden, und am Ende stand ein 2:1 (12:25, 25:19, 15:12). Ein sehr wichtiger Sieg, denn nun hieß nur noch gegen Friedrichshafen zu gewinnen, um weiter im Turnier zu bleiben. Und dies gelang, am Ende war der Jubel über das 2:0 (16, 13) groß. Dabei hatte die Einheit schon Kräfte für das Überkreuzspiel sparen können. Auf der Außenposition konnten Laura Neumann und Nina Reuter, auf der Diagonalposition Pia Richter ihr Können zeigen, Lina Setzkorn brachte nach variablen Zuspielen von Paulina Fuhrmann tolle Angriffe über die Mitte beim Gegner unter.

Runde der besten Acht erreicht

Gegner war nun der Gruppendritte der Staffel B 2, der TV Gladbeck. Mit einem sehr stabilen Block-Abwehr-Spiel konnten die Panketalerinnen um Kapitänin Tamina Mai die Gladbeckerinnen immer auf Abstand halten. Insbesondere Ronja Fischer und Renee Nachtigall konnten über Außen immer wieder punkten. Aber auch die für die überregionalen Meisterschaften zur Einheit gewechselte Spielerin von Blau-Weiß Brandenburg, Isabel Schattauer, war eine wichtige Stütze im Diagonalangriff. Die Mittelblockerinnen Tamina Mai und Helene Schlapa setzten mit wichtigen Blöcken und eigenen harten Angriffen immer wieder den Gegner unter Druck. Mit 25:20 und 25:22 konnte so das Viertelfinale erreicht werden. Das hieß für Co-Trainer Steffen Trobisch und zwei mitgereiste Eltern, ihre Motivationswette einzulösen – Baden gehen im Bodensee, bei vier Grad Außentemperatur.

Viertelfinalgegner sollten die Niedersachsen von Raspo Lathen werden, die sich schon beim Scouten als kompaktes Team zeigten. Sie hatten in der Vorrunde Rotation Prenzlauer Berg klar mit 2:0 geschlagen, wie auch ihre restlichen Gegner. In einem hochklassigen Spiel konnten die Panketalerinnen durch eine Umstellung der Spieltaktik überraschen und holten sich den ersten Satz mit 25:20.

Bestes Spiel des Turniers

Das Spiel entwickelte sich durch tolle Angriffs- und Abwehraktionen auf beiden Seiten zu einem der besten Spiele dieses Turniers. Auf Basis der guten Annahme konnte Zuspielerin Mirja Möllers ins­besondere Diagonal­angreiferin Isabel Schattauer und die beiden Außen Ronja Fischer und Renee Nachtigall einsetzen. Entlastung brachten aber auch immer wieder Tamina Mai und Helene Schlapa über Mitte. Lisa Neumann konnte im Hinterfeld maßgeblich zur guten Leistung beitragen. Im zweiten Satz ging es dann Kopf an Kopf bis in die Crunchtime. Hier konnten sich  die Lathenerinnen durchsetzen und den Satz mit 25:19 gewinnen.

Auch im Tiebreak blieb es spannend, um den Einzug ins Halbfinale und damit um ein Medaille. Letzten Endes war es dann eine Rotation, in der die Panketalerinnen das Sideout nicht halten konnten und damit Lathen drei Punkte ermöglichten. Dadurch war zum Ende des Spiels der spätere Deutsche Vizemeister Lathen in einer etwas stärkeren Position, was dann auch zum 9:15-Satzverlust führte.

Tränen kullern

Trotz des hervorragenden Spiels kullerten natürlich erst einmal Tränen der Enttäuschung bei den Zepernickerinnen.

Bei den Spielen um die Plätze 5 bis 8 verabschiedeten sich Einheit mit zwei knappen Niederlagen gegen Allianz MTV Stuttgart (24:26, 22:25) und Rotation Prenzlauer Berg (18:25, 25:15, 12:15).

Platzierungen

Endstand der Deutschen Meisterschaft1. TSV TB München2. SV Raspo Lathen3. 1. VC Wiesbaden4. SV Blau-Weiß Aasee    5. MTV Stuttgart    6. Schweriner SC    7. Rotation Prenzl. Berg    8. SC Einheit Zepernick   9. Dresdner SC10. TV Gladbeck11. Volley-Team Erfurt12. SC Neubrandenburg13. FTSV Straubing14. SCU Emlichheim15. TuS Heiligenstein16. VfB Friedrichshafen