Wahl der Stadtverordenten
: Gewinner ist die UWW

In Werneuchen ging die Strategie der Wählergruppe auf. Die Linke verliert einen beträchtlichen Stimmanteil.
Von
Kerstin Ewald
Werneuchen
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Symbolbild

dpa/Vadim Ghirda

Auch in Werneuchen waren die Menschen herausgefordert mit der Zettelwirtschaft in der Wahlkabine. Entsprechend der allgemein höheren Wahlbeteiligung in Brandenburg haben sich auch dort 57,4 Prozent zur Wahl entschlossen. Damit waren rund zwölf Prozent mehr gekommen als zur letzten Kommunalwahl im Jahr 2014. „Keine außergewöhnlichen Vorfälle“, gab Wahlleiterin Gabriele Sperling am Montag Vormittag gegenüber der MOZ zu Protokoll. „Manche Wahlhelfer wurden von gestressten Mitbürgern verbal angegangen, aber letztendlich ging alles glatt“, erklärte die Mitarbeiterin der Werneuchener Stadtverwaltung, die dort im Alltag für Rechtsfragen und die EDV zuständig ist.

Nach dem voraussichtlichen Endergebnis ist die Unabhängige Wählergruppe mit 23,7 Prozent stärkste Fraktion in Werneuchen. Frank Kulicke, Ortsvorsteher von Seefeld, der die UWW-Kandidatenliste auf Platz eins anführte, wird wieder in die Stadtverordnetenversammlung einziehen. Dort wird seine Wählergruppe nun vier Abgeordnete stellen – statt wie vorher nur zwei. „Wir hatten die Strategie, aus allen Ortsteilen Persönlichkeiten mit hohem Bekanntheitsgrad für unsere Kandidatenlisten zu gewinnen. Die Strategie ist offensichtlich aufgegangen“, meinte Frank Kulicke erfreut am Montag Nachmittag. Auch zum Thema Bürgermeisterwahl äußerte sich der Seefelder, der am Sonntag mit seinen Mitstreitern bis zur Ergebnisverkündung um halb zwei in Fred Engelkes Scheune in Löhme ausharrte: „Ich denke, die stärkste Fraktion in Werneuchen sollte auch einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken.“ Etwas Spannung bleibt erhalten, einen Namen wollte er noch nicht nennen.

Die Linke, in Werneuchen ehemals stärkste Partei, musste dagegen herbe Verlust bei dieser Wahl zur Stadtverordnetenversammlung hinnehmen. Die 33 Prozent aus dem Jahr 2014 schmolzen auf nun 15,6 Prozent. Das bedeutet einen Verlust von drei Sitzen – statt vormals sechs.  Trotz Einbußen konnte der 34-jährige Alexander Horn, Parteivorsitzender der Werneuchener Linken, wieder mit Abstand die meisten Stimmen (900) auf sich vereinen. Auf Platz zwei folgt ihm mit 775 Stimmen Imre Kindel von der AfD. Seine Partei, die erstmal zum Werneuchener Wahl zur Kommunalwahl antrat, hat dort sozusagen aus dem Stand 18,8 Prozent der Stimmen und damit drei Sitze in der Gemeindevertreterversammlung gewonnen. Weniger allerdings als zur Bundestagswahl in den Werneuchener Wahlkreisen.

SPD behält drei Mandate

Kindel folgte wiederum Germaine Keiling, frisch gebackene Bürgermeisterkandidatin der SPD, mit 711 Stimmen dicht auf den Fersen. Ihre Partei ist von 19,3 Prozent bei der letzten Kommunalwahl auf nun 13,5 Prozent abgerutscht. Als Trost hilft den Sozialdemokraten vielleicht die Tatsache, dass sie ihre drei Sitze halten können.

Gewählt in die Stadtverordnetenversammlung

UWW: Frank Kulicke (491), Karsten Dahme (327), Maik Grabsch (254), Fred Engelke (254).

Afd: Imre Kindel (775), Andy Habermann (525), Matthias, Köthe (424).

Die Linke: Alexander Horn (900), Horn, Simone (242), Holger Schulze (221).

SPD: Germaine Keiling (711), Burghard Seehawer 540, Thomas Gill (174).

CDU: Jeannine Dunkel (353), Oliver Asmus (295).

WIW: Sebastian Gellert (432)

BVB/Freie Wähler: Glenn Hänschke (329)

Die Partei:Mirko Schlauß (361)