Wandlitz macht Zukunft
: Was die Ehrenamtler in der Gemeinde erreicht haben

Mit dem Projekt „Wandlitz macht Zukunft“ haben einige Ehrenamtliche versucht, Projekte in der Gemeinde umzusetzen. Nicht alles, was sie vorhatten, wurde geschafft.
Von
Conradin Walenciak
Wandlitz
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Gemeinsam gebuddelt und gepflanzt: Ehrenamtliche engagierten sich beim ersten Projekt von „Wandlitz macht Zukunft" und verhalfen den Blumenkübeln am Bahnhof zu neuem Glanz. Nächste Projekte sind bereits in Vorbereitung.

Für sichtbare Veränderungen haben die Mitstreiter von „Wandlitz macht Zukunft“ am Bahnhof Wandlitzsee gesorgt. Bei einer gemeinsamen Pflanzaktion wurden die Pflanzenkübel wieder auf Vordermann gebracht.

Uwe Schulz
  • „Wandlitz macht Zukunft“ vernetzte Ehrenamtliche und setzte erste Projekte in der Gemeinde um.
  • Am Bahnhof Wandlitzsee wurden fünf Pflanzenkübel gemeinschaftlich bepflanzt und verschönert.
  • Die „Sagensafari“ lockte rund 100 Teilnehmende an und soll mit weiteren Ortsteilen fortgeführt werden.
  • Zwei Vorhaben laufen weiter: „Frei.Raum“ für Jugendtreffs und „Wandlitz fährt los“ mit Umfrage bis 30. November.
  • Ortsteil-Buddies und Pop-up-Kulturkneipe scheiterten, doch die Organisatorin zieht ein positives Fazit.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Dass viele Menschen gern Dinge anstoßen und etwas in ihrem Ort bewegen würden, will Nicole Bogott bereits vor einiger Zeit bemerkt haben. Aber: „Oft fehlen Anlass und Möglichkeiten. Deshalb: Hier sind wir“, erklärte die Wandlitzerin vor wenigen Monaten. Mit „wir“ war das Projekt „Wandlitz macht Zukunft“ gemeint – eine ehrenamtliche Beteiligungswerkstatt, bei der Menschen aus allen Ortsteilen ihre Ideen einbringen und Projekte umsetzen konnten. Inzwischen ist der Aktionszeitraum beendet. Die Organisatorin zieht im Nachgang ein positives Fazit.

Begonnen hatte alles im Frühjahr 2026 mit einer gemeindeweiten Umfrage. Ziel war es, im Zuge des Projekts herauszufinden, was die Menschen in Wandlitz bewegt, sie miteinander zu vernetzen und aus ihren Ideen sichtbare Verbesserungen für die Gemeinde entstehen zu lassen. Mehr als 100 Einwohner hatten sich gemeldet und Wünsche, Erfahrungen und Ideen in das Projekt eingebracht. Schließlich wurden daraus sechs konkrete Projektideen entwickelt.

Umgesetzt wurden davon bislang zwei: Bei einer gemeinsamen Pflanzaktion am Bahnhof Wandlitzsee wurden Pflanzenkübel begrünt und mit Blumen ausgestattet. Bei bestem Sommerwetter hatten dabei zahlreiche ehrenamtliche Helfer mitangepackt, geschaufelt, gepflanzt und gegossen. Danach strahlten die fünf Blumenkübel in neuem Glanz. „Die Pflanzaktion hat gezeigt, was entstehen kann, wenn Menschen, Organisationen und Unternehmen zusammenarbeiten“, so Bogott im Nachgang.

Ehrenamtliche Projekte in Wandlitz umgesetzt

Zufrieden zeigte sie sich auch mit der „Sagensafari“. Rund 100 Teilnehmende hatten bei dieser Veranstaltung besondere Orte in Wandlitz entdeckt und einen Streifzug durch die Geschichte der Gemeinde unternommen. Das Projekt soll laut Organisatorin fortgeführt werden. So gebe es bereits Kontakte zu anderen Ortsteilen wie Klosterfelde und Zerpenschleuse. „Gemeinsam mit der Verwaltung möchten wir ausloten, wie sich das erfolgreiche Format weiterentwickeln lässt“, so Bogott.

Barnim

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„Das Projekt hat Menschen vernetzt und erste Veränderungen angestoßen.“
Nicole Bogott
Organisatorin von „Wandlitz macht Zukunft“

Gearbeitet wird darüber hinaus noch an zwei weiteren Projekten: dem „Frei.Raum“, der Begegnungsorte für Kinder und Jugendliche außerhalb von Zuhause und Schule schaffen soll, und „Wandlitz fährt los“. Dieses Projekt soll zur Verbesserung der Mobilität in der Gemeinde beitragen. Aktuell läuft dazu noch bis zum 30. November eine Umfrage.

Bei allen Erfolgen konnten allerdings zwei Ideen nicht wie geplant umgesetzt werden: die Ortsteil-Buddies und die Pop-up-Kulturkneipe. Aus Bogotts Sicht schmälert das aber nicht den Blick auf das Erreichte. „Auch wenn nicht jede Saat aufgeht, lernen wir mit jedem Versuch etwas darüber, was unsere Gemeinde braucht“, meint sie dazu. Sie blicke ohnehin lieber auf das große Ganze: „Wandlitz Macht Zukunft war unser gemeinsamer Anfang. Was daraus wächst, gestalten wir gemeinsam weiter.“

Gemeinsam mit Mitstreitern wie Andreas Kinski zieht sie jedenfalls ein rundum positives Fazit. „Das Projekt hat Menschen vernetzt, Ideen hervorgebracht und erste Veränderungen angestoßen“, so Bogott. „Was bleibt, ist mehr als eine Reihe einzelner Aktionen. Zukunft entsteht nicht von allein. Sie entsteht, wenn Menschen zuhören, Ideen teilen, Dinge ausprobieren und gemeinsam anpacken.“