Wohin am Wochenende?: Spannende Ausflüge in die Geschichte von Bernau

Trabis vor der Deutschen Bank in Bernau. Fotograf Gerd Markert zeigt ab dem Wochenende Bilder aus den 1990er-Jahren, die in der Hussitenstadt entstanden sind.
Gerd Markert- Fotoausstellung über Bernau in den 1990er-Jahren von Gerd Markert, 26.-27. April, Eintritt frei.
- DDR-Oldtimertreffen in Finowfurt, 25.-27. April, 15 Euro Eintritt, historische Fahrzeuge und Aktionen.
- Stadtführung zu Konrad Wolf und Film "Ich war neunzehn", 26. April, 14-15.30 Uhr.
- Kunst- und Handwerkermarkt in Bernau, 27. April, Stadtpark am Pulverturm, Eintritt frei.
- Musik mit GlasBlasSing in der Stadthalle Bernau, 27. April, 18 Uhr, Tickets online.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am kommenden Wochenende ist wieder einmal viel los. In Sachen Geschichte gibt es viel zu entdecken. Und auch das kulturelle Vergnügen kommt nicht zu kurz.
Aber auch Ausflüglern hat dieses Wochenende viel zu bieten. Wir haben die besten Veranstaltungen zusammengestellt.
DDR-Fahrzeuge in Finowfurt
Von Freitag, 25. April, bis Sonntag, 27. April, findet im Luftfahrtmuseum Finowfurt zum 18. Mal das Oldtimertreffen statt. Im Fokus stehen Fahrzeuge aus DDR-Zeiten. Anzutreffen sind unter anderem alte Trabis, Mopeds und Minibusse. Aber auch echte Raritäten sind zu sehen. Geplant sind alle Arten von Besichtigungen, Einsatzfahrten und Kinderaktionen. Verpflegung gibt es auch vor Ort, das Highlight: frische Backwaren aus einer originalen Backanlage der NVA. Von 10 Uhr bis 17 Uhr, können hier alle historische Fahrzeugtechnik hautnah erleben. Der Eintritt liegt bei 15 Euro pro Person. Alle Infos zu Kontakt und Programm können auch noch einmal online eingesehen werden.
Auf den Spuren von Konrad Wolf in Bernau
Konrad Wolf war eine der prägenden Personen in der Geschichte Bernaus. Schon mit 19 Jahren war er der erste sowjetische Stadtkommandant in Bernau bei Berlin. Seine damaligen Erlebnisse verarbeitete er im Film „Ich war neunzehn“, der größtenteils in Bernau gedreht wurde, und dessen Schauplätze man heute noch besuchen kann. Genau das können Interessierte am Samstag, 26. April, vom Steintor aus machen. Dort startet ein Stadtrundgang, der Wolfs Film in den Mittelpunkt stellt. Dabei geht es vor allem um die Zeit des Kriegsendes 1945. Von 14 Uhr bis 15.30 Uhr ist der Spaziergang angesetzt und Treffpunkt ist an der Eberswalder Straße 9.

Konrad Wolf war nicht nur Filmregisseur und Präsident der DDR-Akademie der Künste, sondern 1945 auch der erste Stadtkommandant von Bernau. Über diese Zeit berichtete er 1968 in seinem Film „Ich war neunzehn“.
picture-alliance/ dpaWitzige Geschichten und spannende Fakten aus Bernaus Geschichte
Wer davor noch Zeit hat und gerne auch außerhalb des Kriegsendes mehr über vergangene Zeiten in Bernau wissen möchte, der kommt um 11.30 Uhr zur Bürgermeisterstraße 4. Von hier aus startet eine klassische Stadtführung durch Bernau und seine Sehenswürdigkeiten. Bei hoffentlich bestem Wetter erzählen die Tourguides witzige Geschichten und spannende Fakten rund um Bernau. Die Tour soll bis 13 Uhr gehen und endet wieder an der Tourist-Information Bernau. Tickets gibt es zwischen sechs und acht Euro im Online-Shop.
So sah Bernau in den 1990er-Jahren aus
Gerd Markert war zwischen 1991 und 1998 Pressefotograf. Diese Zeit war geprägt von einem schnellen Wandel in Bernau. Die DDR war vorbei, aber die neue Ordnung hatte sich noch nicht richtig etabliert, dadurch entstanden viele Veränderungen, sowohl im Stadtbild, als auch bei den Menschen. Diesen Wandel hat Markert mit seinen Bildern eingefangen, die heute zu einem Zeitzeugnis geworden sind. Betrachten kann man diese in Markerts Ausstellung „Zeitenblende Bernau“. Am Sonnabend, 26. April, und Sonntag, 27. April, kann man die Ausstellung von 12 Uhr bis 16 Uhr im Kantorhaus, Tuchmacherstraße 13, besuchen und sich ein wortwörtliches Bild von der damaligen Zeit machen. Der Eintritt ist frei.

Der Marktplatz am Alten Rathaus in Bernau nach der Neupflasterung. Im Hintergrund ist das Laubenganghaus zu sehen.
Gerd MarkertHistorische Fahrradtour durch Bernau
Am Sonntag, 27. April, treffen sich am Bahnhof Bernau, um 10 Uhr, all diejenigen, die sich für Fahrräder und die Historie von Bernau interessieren. Hier startet eine Fahrradtour bis zum Bauhausdenkmal Bernau, auf der viele historische Orte in und um Bernau besichtigt werden können. Das Besondere an der Tour ist, dass alle Teilnehmenden gebeten werden, ein Fahrradmodell aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mitzubringen und sich auch dementsprechend zu kleiden. So wird aus einer historischen Stadtrundfahrt eine Erlebnistour mit Verkleidung. Mehr Infos zum Ablauf gibt es online.
Kunst- und Handwerkermarkt in Bernau
So wie jedes Jahr am letzten Sonntag im April und im September findet auch dieses Jahr wieder der allseits beliebte Kunst und Handwerker Markt in Bernau statt. Hier gibt es von selbstgemachten Filzfiguren, über aufwendige Holzschnitzereien bis zu vor Ort geschmiedeten Messern alles, was das Herz begehrt. Für die Verpflegung sorgen etliche Stände mit Herzhaftem und Süßwaren und es wird auch dieses Mal einige Mitmachaktionen und Vorführungen geben. Ein Spektakel, das alle auf das anstehende Hussitenfest einstimmen wird und wie immer auch ein Spaß für die ganze Familie. Geöffnet ist von 10 Uhr bis 17 Uhr und wie immer ist der Ort des Geschehens der Stadtpark am Pulverturm. Noch mehr Infos zum Programm gibt es online.

Beim Handwerkermarkt in Bernau gibt es am Sonntag wieder viel zu erleben, zu sehen und zu kaufen.
Sergej ScheibeThematische Kunstführung zur Friedenssäule
Anlässlich der Frühlingsausgabe des Kunst- und Handwerkermarktes am Sonntag, 27. April, sind alle Kunstinteressierten zu einer kostenlosen thematischen Kunstführung eingeladen. Diese beginnt um 11 Uhr am Pulverturm am Stadtpark. Der kurze Spaziergang führt diesmal durch den Stadtpark zum nahegelegenen Paulus-Praetorius-Gymnasium. Dort steht die viereinhalb Meter Höhe Friedenssäule. 1994 wurde sie vom Berliner Künstler Michael Klein (1943–2022) mit dem Titel „Kain und Abel“ geschaffen. „Die Statue von Michael Klein thematisiert auf eindrucksvolle Weise die Fragilität des Friedens. Die Darstellung der Siegesgöttin Nike, die an der Spitze der Säule mit ausgebreiteten Flügeln emporragt, wird von zwei kämpfenden Männern am Sockel kontrastiert – ein eindringliches Bild, das an die Wichtigkeit des Friedens erinnert“, erläutert Kulturamtsmitarbeiterin Sabine Oswald-Göritz. Daher bietet die Führung die Gelegenheit, die tiefere Bedeutung der Kunst in Verbindung mit der Geschichte zu entdecken. Die Führung ist kostenlos.

Die Friedenssäule vor dem Paulus-Praetorius-Gymnasium in Bernau.
Linda Standhardt/Stadt BernauHappy Hour mit GlasBlasSing in der Stadthalle Bernau
Dass bei GlasBlasSing größtenteils Flaschen musizieren, ist nicht etwa eine böse gemeinte Beleidigung, nein es ist voller Ernst! Denn die Band, die nicht nur musiziert, sondern auch ein kleines Comedyprogramm verspricht, greift nicht auf die üblichen Instrumente zurück, sondern benutzt, um Töne zu erzeugen, ganz normale Flaschen. Wer hören möchte, wie sich diese Art der Musik anhört, der kommt am besten zu ihrer neusten Show, der „Happy Hour“ in die Stadthalle am Steintor in Bernau. Dort widmen die drei Musiker sich dem, was das Leben an Freuden zu bieten hat. Die Show findet am Sonntag, 27. April, statt. Einlass ist ab 17.15 Uhr; Beginn um 18 Uhr. Tickets gibt es online.
Musik im Korb mit Judith Antkowiak
Am Sonnabend, 26. April, spielt Judith Antkowiak in der Konzertreihe „Musik im Korb“ vor dem Neuen Rathaus Bernau. Ab 10.30 Uhr können sich Zuhörerinnen und Zuhörer von brasilianischer Musik, französischen Chansons und deutschen Klassikern inspirieren lassen. Schon früh entdecke Judith Antkowiak ihre Liebe zur Musik und zu den Sprachen. Sie nahm Unterricht in Gesang und Chansons und gründete mit 17 Jahren ihre erste Band. Heute interpretiert sie, mithilfe von Gesang und Gitarre, bewegende Lieder aus verschiedenen Regionen der Welt. Der Eintritt ist frei. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Foyer des Neuen Rathauses statt.

Zuhörerinnen und Zuhörer können sich am Sonnabend, 26. April, ab 10.30 Uhr auf Musik aus verschiedenen Weltregionen freuen. Judith Antkowiak spielt vor dem Neuen Rathaus brasilianische Musik, französische Chansons und deutsche Klassiker.
Malina EbertKonzert in der St. Marienkirche
Am Sonntag, 27. April, wird um 17 Uhr zu einem Konzert für Saxophon und Orgel in die St. Marienkirche Bernau eingeladen. Florian Palowski (Saxophon) und Philipp Standera (Orgel) haben sich zum „Duo Zaza“ zusammengefunden. Gemeinsam präsentieren Sie Jazz, Pop und Filmmusik sowie eigene Kompositionen. Der Eintritt ist frei, um Kollekte wird gebeten.

Das Duo Zaza tritt am Sonntag in der St. Marienkirche in Bernau auf.
Marlies KrossBesuchertag bei Lobetaler Bio in Biesenthal
Die Hoffnungstaler Werkstätten laden für Sonnabend, 26. April, zu einem Besuchertag. Von 10 bis 16 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände des Pflanzencenters der Barnimer Baumschule sowie des Milchladens der Lobetaler Bio-Molkerei im Sydower Feld 1 in Biesenthal ein buntes Programm für die ganze Familie. Für Jung und Alt gibt es spannende Mitmach-Aktionen: Ton lädt zum kreativen Gestalten ein, bei Bastelaktionen können unter anderem Teelichthalter aus Birkenholz gefertigt werden, und für die Kleinsten gibt es Spaß beim Hüpfen im Stroh. Eine Traktorführung informiert über die Barnimer Baumschule Tour und ermöglicht den Gästen einen Einblick hinter die Kulissen. Der Spaziergang zu den Bio-Hühnern gibt Informationen und interessante Einblicke über die Haltung dieser Tiere. Erstmals wird die neue Lagerhalle der Molkerei für die Gäste geöffnet.



