Advent
: Ehrenamtliches Engagement sorgt in Plaue und Kirchmöser auch im Corona-Jahr für schöne Stunden

In Brandenburgs Ortsteilen Plaue und Kirchmöser wird sich redlich darum bemüht, die Adventszeit trotz Corona so besinnlich wie möglich zu gestalten. Viele Vorhaben sind jedoch noch unsicher.
Von
Anja Linckus
Plaue
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  • Winterwunderland: Blick von der Pferdewiesen auf die Brücke von Kirchmöser.

    Winterwunderland: Blick von der Pferdewiesen auf die Brücke von Kirchmöser.

    Thomas Mayer
  • Und auch im Plauer Schlosspark geht es in der Winter- und Adventszeit gemütlich zu.

    Und auch im Plauer Schlosspark geht es in der Winter- und Adventszeit gemütlich zu.

    Thomas Mayer
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Der Wasserturm von Kirchmöser, das Wahrzeichen des Ortsteils, ist durch das ehrenamtliche Team um Peggy Miethe und Turmwächter Thomas Skala längst weihnachtlich beleuchtet und auch die anderen Vorbereitungen für die Adventszeit in Plaue und Kirchmöser sind nahezu abgeschlossen.

So wurden in der Plauer Königsmarckstraße durch den Unabhängigen Bürgerverein (UBV) Plaue in ehrenamtlicher Arbeit die Weihnachtssterne angebracht, die jeden Abend heimelige Stimmung verbreiten.

Viele helfende Hände

Seit der vergangenen Woche setzt sich die Achse in der Platanenallee in Kirchmöser fort und verbindet die beiden größten Brandenburger Ortsteile auch in der Vorweihnachtszeit miteinander. Hier waren die fleißigen Helfer des SPD Ortsvereins Kirchmöser/Plaue ehrenamtlich am Werk, Hilfe bekamen sie wie schon in den Vorjahren von der Elektro GmbH Brandenburg. In Plaue wird der Lichterreigen durch den ehrenamtlichen Einsatz der ansässigen Fischer und weiterer Plauer Bürger auch in der Gartenstadt und der Kietzstraße für angenehme Stimmung in sorgen.

Gefühl des Bewahrens in unsicheren Zeiten

Zusätzlich dazu leuchten vor vielen Plauer Privathäusern Herrnhuter Sterne, mittlerweile eine echte Plauer Tradition. „Ich denke, es ist wichtig, dass so etwas gerade in diesen Zeiten weiter funktioniert. In Zeiten der Unsicherheit gibt das ein Gefühl des Bewahrens, des Wiedererkennens und einfach der Freude“, ist sich Plaues Ortsteilbürgermeister Udo Geiseler sicher.

Und auch auf die traditionellen Weihnachtsbäume müssen die Kirchmöseraner und Plauer in diesem Jahr nicht verzichten. Organisiert vom SPD Ortsverein Kirchmöser/Plaue wurde am Seegarten der erste der beiden alljährlichen Weihnachtsbäume aufgestellt, dem folgte ein weiterer durch die Firma Sigrud Glock Kirchmöser mit Sitz in Plaue.

Kein Nikolausmarkt in Plaue

Geschmückt wurden diese von Kindern aus Kirchmöseraner – auch das hat seit vielen Jahren Tradition. Und auch in Plaue stehen die Weihnachtsbäume an ihren traditionellen Plätzen vor dem alten Rathaus und vor der Kirche. Hier waren die fleißigen Helfer des UBV Plaue zusammen mit der Freiwilligen Feuerwerk im Ortsteil unterwegs, um die Bäume aus privaten Gärten abzuholen, unterstützt wurden sie dabei von der Kirchmöser Bau GmbH, die sich um den Transport kümmerte.

Auf den ersten Blick scheint es beinahe eine ganz normale Adventszeit mit viel Gemütlichkeit zu sein, doch dem ist nicht ganz so. So muss – coronabedingt – der diesjährige Plauer Nikolausmarkt, alljährlich organisiert vom UBV Plaue, der eigentlich an diesem Wochenende stattfinden sollte und weit über die Grenzen des Fischerstädtchens hinaus bekannt ist, ausfallen.

Hoffnung auf Weihnachtswunder

„Bis zuletzt hatten wir gehofft, haben umgeplant und angepasst, wollten ihn kleiner machen oder am zweiten Advent stattfinden lassen, doch die geltenden Corona-Regeln haben es nicht zugelassen“, bedauert Udo Geiseler den Ausfall zutiefst und hofft nun wenigstens noch auf ein zwangloses Treffen der Plauer vor dem Weihnachtsfest. Etwas mehr Hoffnung hat noch Kirchmösers Ortsvorsteher Carsten Eichmüller, dass der Kirchenförderverein am 4. Advent um 16 Uhr in oder vor der Westkirche ein Impovisationstheater aufführen kann. Auch Pfarrer Christian Bochwitz hofft noch auf ein kleines Weihnachtswunder – nämlich, dass am Heiligen Abend in oder vor den Kirchen zu Plaue, Kirchmöser West und Kirchmöser ein Gottesdienst stattfinden kann – auch wenn es danach momentan nicht aussieht.

Winterwanderung geplant

Und auf noch etwas hoffen Udo Geiseler und Carsten Eichmüller, nämlich dass die traditionelle Winterwanderung, in diesem Jahr am 30. Dezember um 14 Uhr mit Historiker Udo Geiseler alle Kirchmöseraner, Plauer und Gäste endlich wieder zusammenführt. Los soll es am Bahnhof Kirchmöser-Dorf gehen.