Das Mittelalter ist nach wie vor eine Epoche, die Interesse und Sehnsüchte zu wecken vermag. In unzähligen Spielfilmen, Romanen und Fernsehdokumentationen ist die Zeit zwischen 500 und 1500 nach Christus vorgestellt und behandelt worden.
Ganze Musiksparten und Veranstaltungsformate widmen sich mittelalterlicher Lebenskultur, vermischen dabei nicht selten Fantasie mit historischer Realität – und machen richtig Spaß.
Den möchte auch das Archäologische Landesmuseum Brandenburg in der Neustädtischen Heidestraße 28 vermitteln, wenn es sich an zwei Sommerwochenenden dem Mittelalter erlebnisreich zuwendet.

Wissenswertes über das höfische Leben

Am 17. und 18. Juli, jeweils 10 bis 17 Uhr, widmen sich die DarstellerInnen aus den Bereichen Living History, Reenactment, Archäotechnik und Kunst unter dem Thema „Mode, Minne, Tafelfreuden“ vorrangig den schönen und wohlschmeckenden Seiten des Lebens. So lernt man Wissenswertes über das höfische Leben im hohen Mittelalter und blickt dabei in die Handarbeitsstuben und Kleiderschränke jener Zeit. Auch Erklärungen zur höfischen Reiterei, gehören zum Programm.  Nicht fehlen darf die Kunst des Minnesangs, welche erläutert und live erlebbar sein wird. Außerdem geht es genussvoll zu, wenn verraten wird, welche Zutaten, Speisen und Tischsitten bei Adel und wohlhabendem Bürgertum üblich waren.

Die kämpferischen Aspekte des mittelalterlichen Leben

Am zweiten Wochenende, 14. und 15. August, 10 bis 17 Uhr, werden unter dem Motto „Ritter, Schwert und Stangenbüchse“ die kämpferischen Aspekte des mittelalterlichen Lebens thematisiert. Vermittelt wird die Entwicklung vom frühmittelalterlichen Gefolgschaftsherren, über den fränkischen Reiter und slawischen Krieger bis zum klassischen Ritter. Auch Kriegsknechte, die das Ende der Ritter-Ära einläuteten, stellen sich und ihre Kampf- und Belagerungstaktiken vor. Zudem wird das Handwerk des Plattners, welcher die metallenen Rüstungen kunstvoll fertigte, präsentiert. Vorführungen verschiedener Rüstungen, Waffen und Instrumente vom frühen bis zum ausgehenden Mittelalter sind die Highlights an diesen Tagen. Gäste erfahren auch, welche Verletzungsmuster die kriegerischen Auseinandersetzungen am menschlichen Skelett hinterließen.

Anmeldungen für Zeitfenster

Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten und Einhaltung der Abstandsregeln, wird gebeten, sich telefonisch für eines der drei vorgegebenen Zeitfenster (10.00-12.00 Uhr / 12.30-14.30 Uhr / 15.00-17.00 Uhr) anzumelden – unter Telefon 03381/410 4112.
Der Eintritt kostet fünf / ermäßigt 3,50 Euro, für Familien zehn Euro und ist für Kinder unter zehn Jahren frei.
Übrigens: Speisen und Getränke werden beim Mittelaltersommer in diesem Jahr nicht auf dem Museumsgelände verkauft. Stattdessen bietet das Museumscafé Pauline  Speisen und Snacks sowie Erfrischungen.