Brandenburg an der Havel: Wie aus dem „Volksbad“ das „Marienbad“ wurde
Im Gegensatz zum üppigen Außengelände erwies sich der überdachte Bad-Bereich schnell als zu klein, zumal nebst Tausenden Badegästen hier Schwimm- und Wassersportvereine ein- und ausgingen. Allein 2001 konnte das neue Bad 373.815 Besucher auf sich vereinen. So kam die Idee auf, das 50-Meter-Becken mittels Cabrio-Dach ganzjährig nutzbar zu machen, ohne auf die Sommersonne verzichten zu müssen. Eine kostspielige (4,3. Mio. Euro) aber sinnvolle Nachrüstung, die am 29. April 2002 mit dem Setzen der Spundwand am Marienberghang seinen Anfang nahm und am 6. März 2004 eingeweiht werden konnte. Das Besucher-starke Jahr 2001 blieb in Zukunft zwar trotzdem unerreicht, dennoch summierte sich die Bade-Schar binnen 20 Jahren auf gut 6,5 Mio., die sich auch von notwendigen Baustellen nicht schrecken ließen. Mal, weil sich Fliesen im Becken lösten, oder weil die Saunalandschaft einer Modernisierung bedurfte...
Im Marienbad, das (samt extern betriebenem Bistro) 75 MitarbeiterInnen hat, haben etwa 15.000 Kinder das Schwimmen gelernt. Zum Dauerbrenner sind die Aqua-Fitness-Kurse geworden, die inzwischen rund 2.000 Teilnehmer zählen. Hoch in der Gunst liegt mit über 250 Mitgliedern auch der 2018 gegründete Kinderklub „Balli-Kids-Klub“. Überhaupt hat sich unter der neuen Marketing-Regie von Guido Schütz einiges getan: So kündet das Veranstaltungsprogramm von Meerjungfrauen-Schule, Unterwasser-Fotoshootings, Slackline-Events, Kinderfesten, Saunaabenden mit Livemusik, kulinarischen Themenabende in der Saunalandschaft sowie diversen sportlichen Events und Wettkämpfen.








