Corona-Krise: Brandenburger Marienbad nutzt Schließung für Revisionsarbeiten
Fast alle 43 Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Wer da ist, betreut die vielen Arbeiten, die derzeit im Bad laufen. „Erledigt wird alles, was wir sonst bei den Revisionsarbeiten in der ersten Woche der Sommerferien gemacht hätten. Wir wollen, dass alles startklar ist, sobald wir wieder öffnen können“, so Grosser.
Die ersten Schäden zeigten sich dabei prompt, als wegen der Schließung des Bades die Wassertemperatur von den üblichen 30 Grad auf 20 gesenkt wurde. "Durch die Ausdehnung lockerten sich viele Fliesen im Funbad aber auch 50-Meter-Becken, die nicht mehr hundertprozentig fest waren. Die haben wir jetzt ausgetauscht. Außerdem wurden die gut 500 Kubikliter Wasser im Funbad und 300 Kubikliter in der 25-Meter-Halle ausgetauscht“, erklärt Grosser, der sich glücklich schätzt, dass viele der Firmen, die Revisionsarbeiten im Sommer durchführen sollten, in alter Verbundenheit kurzfristig umplanten. Denn die Liste der Wartungsarbeiten ist lang.
Eine der größten Herausforderungen: das Kinderplanschbecken im Außenbereich. „Das Edelstahlbecken wurde nur in das alte Becken eingelassen. Eindringendes Wasser drückt das neue Becken deshalb immer wieder hoch“, erklärt Grosser das Problem, das den Leiter nahezu jeden Sommer beschäftigt. Dank einer neuen Ableitung soll das zusätzliche Wasser nun kontrolliert versickern.
Hinzu kommen Arbeiten an den Abwasserohren im Keller des Bades, bei denen gleichzeitig die Aktivkohle für die Wasserfilter ausgetauscht werden. Arbeiten, die während des laufenden Betriebes nicht zu realisieren gewesen wären und als Nachtschichten geplant waren. Nun bleibt jedoch am Tag reichlich Zeit für die Wartung, ehe das Bad, wie Grosser hofft, ab Juli eventuell wieder öffnen könnte.
Egal wann, freuen dürfen sich die Besucher dann in jeden Fall auch über neue Holzverkleidungen im Sauna- und Toilettenbecken im Sanitärbereich. Außerdem wurden im Parkhaus zahlreiche Fehlstellen ausgebessert.
Corona-Blog: Coronavirus und die Folgen für Brandenburg und Berlin

