Demonstrationen nach dem Mauerfall: Heute vor 30 Jahren gingen Tausende in Brandenburg an der Havel auf die Straße
Diese erste große Kundgebung vereinigte friedlich, überparteilich und überkonfessionell die Menschen der Stadt, Arbeiter, Lehrer, Handwerker, Kunst– und Kulturschaffende, Vertreter aus den Kirchengemeinden, Jung und Alt. Ein Erlebnis, das bei vielen Hoffnungen für die Zukunft weckte.
Die Transparente, Schilder und Plakate mit den Forderungen dieses Tages gehören heute zu den wertvollsten Stücken der zeitgeschichtlichen Sammlung des Stadtmuseums der Havelstadt. Sie werden deshalb zum 30. Jahrestag der Demonstration innerhalb als Ausstellung mit dem Titel "Die einen gingen fort, die anderen gingen weg“ in der aktuellen Sonderausstellung „Enttäuschungen Hoffnung Sehnsucht — Lebenswege entlang gesellschaftlicher Umbrüche" im Stadtmuseum zu sehen sein, wichtige Stationen der Stadtgeschichte von 1918/19 bis 1989 aufzeigen und ganz im Sinne der damaligen Veranstalter an diese aufregende Zeit der Umbrüche zu erinnern.
„Ergänzt werden die Exponate zudem durch medial aufbereitete Zeitzeugenberichte“, berichtet Stadtmuseumsleiterin Anja Grothe, die die Brandenburger in diesem Sinne ganz herzlich dazu einlädt, ihre Erinnerungen an diesen Tag im umgestalteten Ausstellungsbereich aufzufrischen und ihre Geschichte/n aus dem Herbst 1989 zu erzählen, denn die Mitarbeiter des Museums nehmen diese gern in das Medienarchiv auf.
Eröffnet wird die Ausstellung am heutigen Dienstag, 12. November, um 17 Uhr im Stadtmuseum, Ritterstraße 96, wo sie bis zum 23. Februar 2020 besucht werden kann.

