Diskussion um Marktplatz
: Kommt ein Wochenmarkt in der Rathausstraße in Ketzin/Havel?

Seit Jahrzehnten wird in Ketzin/Havel über die Nutzung des Marktplatzes diskutiert. Einen Markt soll es aber nicht dort, sondern in der Rathausstraße geben.
Von
Wolfgang Balzer
Ketzin/Havel
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Endlose Diskussion um die ansehnliche Gestaltung des Marktplatzes in Ketzin/Havel. Ein Wochenmarkt soll nun nicht dort, sondern in der Rathausstraße etabliert werden.

Wolfgang Balzer

Einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten solle es künftig dienstags oder donnerstags entlang der Ketziner Rathausstraße geben. Das empfahlen kürzlich sowohl der Finanz– als auch der Wirtschaftsausschuss der Stadtverwaltung. Hintergrund ist, dass schon mindestens seit 20 Jahren über solch einen Wochenmarkt diskutiert wird.

Der sollte allerdings auf dem Marktplatz etabliert werden. Alle bisherigen Anläufe scheiterten nach kurzer Zeit. Und auch gegenwärtig hätte ein erneuter Anlauf keine Chance, so das Urteil von Bernd Gellesch aus Dallgow–Döberitz, der seit Jahrzehnten erfolgreich Wochenmärkte betreibt. Sein überraschender Vorschlag Anfang September im Bauausschuss: Einzige Chance für einen Wochenmarkt wäre der Standort entlang der Rathausstraße und das nur mit regionalen Produkten, nicht mit Textilien, Taschen oder ähnlichem.

Ketzin diskutiert seit Jahren über Marktplatz

Bürgermeister Berd Lück hält das für machbar. Dann würde die Rathausstraße an den Markttagen für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden und entsprechend ausgeschildert sein, sagte er am vergangenen Donnerstag im Wirtschaftsausschuss.

Seit Jahren wird in den kommunalen Gremien der Stadt über den trostlosen Zustand des Ketziner Marktplatz diskutiert, ohne dass sich irgendetwas verändert hat. Vorschläge von Ketzinern liegen ausreichend vor. Nunmehr ist zumindest klar, was es nicht geben wird. Das sei der Verkauf der zwei kleinen städtischen Flurstücke an der Ecke Am Markt/Friedrichstraße und eine Wohnbebauung, wie der Bürgermeister im Wirtschaftsausschuss betonte.

Begrünung soll mit Hilfe von Baumschule beginnen

„Ich dachte, wir wären nach den vielen Diskussionen schon weiter“, so die verwunderte Meinung einer Einwohnerin. Und die Diskussion im Wirtschaftsausschuss ging, wie bereits unzählige Male in den verschiedensten Gremien, um eine Begrünung mit Sitzmöglichkeiten. Damit solle nun mit Hilfe einer örtlichen Baumschule gestartet werden, so die Empfehlung. Und ein kleines Café sollte und könnte es auch geben, falls sich auf eine entsprechende Ausschreibung der Stadt ein Interessent meldet.

Schüler–Café auf Marktplatz ist denkbar

Wie Fachbereichsleiterin Ramona Stier meinte, könnte das auch so eine Art Schülercafe sein, da sich viele Schüler der benachbarten Oberschule hier zeitweilig aufhielten und regte eine diesbezügliche Schülerbefragung an. Sie ist überzeugt, dass sich Schüler hierbei einbringen würden.

„So kann der Marktplatz nicht bleiben“, sagte der Bürgermeister im Wirtschaftsausschuss. Das dürfte die Meinung aller Ketziner sein, verbunden mit der Hoffnung, dass es bald eine sichtbare Veränderung gibt.