Feuerwehr Challenge absolviert
: Internethit „Ladder crossing Challenge“ hat Bad Belzig erreicht

Die „Ladder crossing Challenge“, bei der Feuerwehrleute mit einem Atemschutzgeräteträger und in voller Einsatzausrüstung durch eine Leiter kriechen, hat Bad Belzig erreicht.
Von
Bärbel Kraemer
Bad Belzig
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  • Die Bad Belziger Kameraden stellten sich der Herausforderung.

    Die Bad Belziger Kameraden stellten sich der Herausforderung.

    Fotos: FFW Bad Belzig
  • Nach dem Durchzwängen musst die Flasche sofort wieder geschultert werden.

    Nach dem Durchzwängen musst die Flasche sofort wieder geschultert werden.

    Foto: FFW Bad Belzig
  • Die Kameraden zwängten sich durch die nur 35 mal 24 Zentimeter großen Sprossenrechtecke der liegenden Steckleiter.

    Die Kameraden zwängten sich durch die nur 35 mal 24 Zentimeter großen Sprossenrechtecke der liegenden Steckleiter.

    Foto: FFW Bad Belzig
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Hunderte male ist das Video, dass die Kameraden dabei zeigt, in den sozialen Netzwerken schon geteilt. Insbesondere auf Facebook hat sich das Video schnell verbreitet. Es ist mittlerweile eines von vielen, da sich Löschgruppen aus aller Welt an der Challenge beteiligen.

Die Bad Belziger Kameraden, die von der Freiwilligen Feuerwehr Güterfelde für die Wettbewerbsteilnahme nominiert wurden, haben nach geschaffter Prüfung ihrerseits die Freiwillige Feuerwehr Wiesenburg, die Kameraden in der Partnerstadt Ritterhude und den Ortsverein des Technischen Hilfswerks in Bad Belzig für die „Ladder crossing Challenge“ nominiert.

„Die Nominierten haben jetzt jeweils sieben Tage Zeit, die Challenge zu absolvieren und ein Video davon ins Netz zu stellen“, erklärt Ronny Köhler, der Vorsitzende des Bad Belziger Feuerwehrvereins.

Obgleich die zu einem Internethit gewordene Challenge im ersten Augenblick nach einem Spaß aussieht, ist ein ernster Hintergrund damit verbunden. Die Einsätze der Feuerwehren sind oft gefährlich und nicht immer ist es einfach, in Not geratene Menschen aus Gefahrensituationen zu retten. Das erfordert nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch Koordinationsvermögen und Kraft. Ronny Köhler erläutert, dass die Aufgabe der Challenge zwar nicht Bestandteil der gewöhnlichen Übungsaufgaben ist, denen aber sehr nahe kommt.

Gleichzeitig kann mit der Aktion für ein Engagement in der Feuerwehr geworben, die Arbeit der Kameraden bekannter gemacht werden.

Nachdem die Nominierung aus Güterfelde die Bad Belziger Kameraden am 27. Januar erreichte, wagten diese sich zwei Tage später an die Challenge. Fast alle 20 Kameraden, die an jenem Abend zur Übungsstunde in der Wache waren, versuchten sich durch die nur 35 mal 24 Zentimeter großen Sprossenrechtecke der liegenden Steckleiter zu zwängen. Dabei musste die Atemschutzflasche, die die Kameraden in brenzligen Situationen vor giftigem Rauch schützt, abgelegt und separat durch die Leiter geführt werden. War der Kamerad durch das Leiterrechteck gekrochen, musste er die Flasche sofort wieder schultern. Am zügigsten gelang das ganze Prozedere Franziska Gensicke, Patrick Schubotz, Florian Merten und Tilian Louis Günther, die sodann von den Kameraden für die Challenge nominiert und bei der Erfüllung der kräftezehrenden Aufgaben gefilmt wurden.

„Als wir von der Nominierung erfuhren, dachte ich im ersten Augenblick, nicht schon wieder eine Challenge“, so Köhler weiter. Im zweiten Augenblick stand jedoch fest, dass die Bad Belziger sich natürlich daran versuchen werden. So wie 2014, als sich die Kameraden bei der „Cold Water Challenge“ beteiligten, mit der auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam gemacht wurde.