Auch hier zeigte sich was es ausmacht, wenn man immer auf den gleichen Kader zurückgreifen kann. Die Mannschaft wirkt seit einiger Zeit gut eingespielt und legte auch beim Tabellenfünften in Ludwigsfelde eine gute Leistung ab. Und im Gegensatz zum etwas holprigen Saisonstart spielten die Stahl-Frauen äußerst effektiv. Bereits in der 2. Minute nutzte Cindy Wichmann die erste Möglichkeit des Spiels zur Führung.
Darauf ruhten die Gäste sich nicht aus, brachten die LFC-Defensive von einer Verlegenheit in die andere. Sie spielten klug über die Außenbahnen, mit Marlen Wodtke über links und Wichmann über rechts. Die Gastgeberinnen hatten auch arge Probleme mit der Schnelligkeit, mit der die Gäste ihre Angriffe vortrugen.
Dennoch mussten die mitgereisten Stahl-Fans bis zur 18. Minute warten, ehe sie ein zweites Mal jubeln durften. Nathalie Säger traf aus 25 Meter nur den Pfosten, doch den Abpraller versenkte Wodtke zum 2:0. Nur kurz darauf erhöhte Laura-Jasmin Brandt, die krankheitsbedingt unter der Woche nicht mittrainieren konnte, auf 3:0. Die Brandenburgerinnen machten nicht den Fehler, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Sie ließen nicht nach, um die LFC-Damen weit entfernt von ihrem Strafraum zu halten.
Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Ludwigsfelderinnen den Druck, doch eine echte Bewährungsprobe hatte Stahl-Torfrau Anna Krusemark nicht zu bestehen. Doch nach zehn Minuten "befreiten" sich die Gäste, entwickelten selbst wieder Gefahrdurch ihr schnelles Kombinationsspiel. Spätestens mit dem 4:0 durch Brandt, nach einer Stunde, gab es am Sieger keinen Zweifel mehr. Danach machte Brandt Platz für Stefanie Beltz, damit sie wieder Spielpraxis sammeln konnte.
Die Stahl-Frauen blieben weiter konzentriert, machten in der Offensive jedoch nicht mehr den letzten Schritt, wollten lieber die "Null" hinten halten. In der 84. Minute ließen sie ihre Gefahr noch einmal aufblitzen. Den guten Rückpass Wodtkes jagte Wichmann volley in die Maschen, zum 5:0-Endstand.
Das war nun der vierte Sieg in Folge für die Mannschaft von Trainer Oliver Gühne. Er bedauert sogar ein wenig die Winterpause, den der spielerische Trend der Elf zeigte in der jüngeren Vergangenheit klar nach oben.