Freibäder vorgestellt
: Chlorfreies Planschen zwischen Zauche und Fläming

Das 2002 angelegte Freibad Brück wartet mit einem 1.600 qm großen Schwimmteich auf – und mit viel, viel mehr!
Von
Ulrike Pilz
Brück
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  • Solch einen Schwimmteich findet man selten – in Brück seit 2002.Fotos: www.naturbad-brueck.de

    Solch einen Schwimmteich findet man selten – in Brück seit 2002.Fotos: www.naturbad-brueck.de

    www.naturbad-brueck.de
  • Das Naturbad hält, was es verspricht: Natur pur! Erholung ist garantiert.

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    www.naturbad-brueck.de/
  • Werbung in eigener Sache.

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Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem 1600 Quadratmeter großen Schwimmteich. Dieser teilt sich in einen 4 Meter tiefen Schwimmer- sowie abgegrenzten Nichtschwimmerbereich. Hier erfolgt der Einstieg über Natursteintreppen mit Handlauf. Des Weiteren bietet eine abgesteckte 25 Meter-Bahn im Schwimmerbereich unter anderem die Möglichkeit,  das Schwimmen zu erlernen. Zehn Kurseinheiten je 45 Minuten kosten 85 Euro nach vorheriger Anmeldung. Auf der Bahn kann auch das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Gold, Silber, Bronze sowie das Seepferdchen erworben werden. Für Spaß und gute Laune sorgen im Badeteichbereich außerdem der 3 Meter Sprungturm aus Naturstein sowie eine Wasserrutsche am Beckenrand. Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich der 40 Quadratmeter große Kleinkinderteich mit 30 Zentimetern Wassertiefe und dem angrenzenden Sandspielplatz, der viel Abwechslung für die kleinen Badegäste bietet. Großzügig umrahmt wird der Badebereich von einer gepflegten Liegewiese, auf der für ausreichend Schatten an heißen Tagen gesorgt ist.

Das im Jahr 2002 von der Stadt Brück und einer Bürgerinitiative errichtete Naturbad hat sich, ebenso wie das benachbarte Waldbad Borkheide, dem Thema Nachhaltigkeit durch Naturbaden verschrieben. Als echte Alternative zu Freibädern liegt das Naturbad sehr im Trend. Sozusagen chlorfrei wird das Badewasser gefiltert und damit gereinigt. Im Naturbad läuft das derzeit 22 Grad warme Wasser durch die Schwerkraft vom Bade- zum Regenerationsteich. Dies geschieht über Verteilerschächte mit Vorfiltern. Das Wasser fließt von dort aus weiter in Filterkiesschichten und über Pumpen in den Badeteich zurück. In 24 Stunden kommt es damit etwa einmal zur kompletten Umwälzung. Die Vorfilter werden vom Personal regelmäßig gereinigt und getauscht, gleichzeitig erfolgt eine bedarfsgerechte Nach- beziehungsweise Neubepflanzung der Wasserpflanzen im Regenerationsteich. Ermöglicht wird dieses aufwendige System unter anderem durch Spendeneinnahmen, auf die das Bad neben den Eintrittsgeldern angewiesen ist.

Nachhaltig gewirtschaftet wird auch vom Dach des Hauptgebäudes. Hier sorgt die Solaranlage unter anderem für hausinternen Strom. Des Weiteren verfügt das Badegebäude am Nebeneingang über einen behindertengerechten Rampenzugang, ebenso finden die Gäste eine Behindertentoilette in den sanitären Anlagen vor. Umkleiden und Schließfächer in diesem Bereich sorgen für einen unbeschwerten Badeaufenthalt. Wen nach dem Wasserspiel der Hunger plagt, der muss sich am hiesigen Badeimbiss derzeit etwas einschränken. Aufgrund der aktuellen Corona-Vorschriften dürfen lediglich Getränke und verpackte Lebensmittel käuflich erworben werden. Dasselbe gilt für sportliche Aktivitäten wie Tischtennis und Tischkicker, die derzeit deshalb nicht nutzbar sind.

Laut Brücker Amts-Auskunft lockte das Naturbad Brück in den Sommersaisons der letzten beiden Jahre insgesamt 15.000 Besucher aus Berlin und Brandenburg an. Obwohl die Besucherzahlen corona- und wetterbedingt dieses Jahr noch deutlich unter denen der Vorjahre liegen, hoffen die Betreiber der Stadt Brück für diesen Sommer auf starke Resonanz.