Gemeindevertretung: Neues aus Wustermark

Im Wustermarker Rathaus tagten am Dienstag die Gemeindevertreter.
Silvia PassowAb Montag, 15. April, wird die Buslinie 642 zwischen Ketzin und dem Bahnhof Wustermark verkehren, teilte Bürgermeister Holger Schreiber (Parteilos) mit. Nach Abstimmung mit „Havelbus“ wird die Linie auch durch das Wustermarker Zentrum fahren und einen Haltepunkt am Brunnenplatz haben. Die neue Linie fährt stündlich und soll auch an den Wochenenden bedient werden. Ebenfalls zum Bus-Verkehr reichte die Fraktion Die Linke einen Antrag ein. Demzufolge soll die Bus-Linie 662 bis zum Bahnhof Wustermark weitergeführt werden. Hierzu wurde zunächst ein Prüfauftrag erteilt.
Befasst haben sich die Gemeindevertreter auch mit dem Parken am Bahnhof Wustermark. Die gegenwärtige Parksituation hat noch Luft nach oben. „Das wollen wir vernünftig gestalten“, sagt Schreiber, der hier ein Konzept im Rahmen eines Verkehrskonzepts haben möchte. Verbessert werden soll die Parksituation für Autos und Fahrräder. Schreiber könnte sich an dieser Stelle auch einen Bus-Bahnhof vorstellen. E-Bike-Ladesäulen, wie sie auf Antrag der Bündnisgrünen diskutiert wurden, könnten hier aufgestellt werden. „Für die Umsetzung würde ich versuchen, Fördermittel zu bekommen“, sagt der Verwaltungschef.
Vorerst keine Bebauung in der Eisenbahnersiedlung in Elstal. Die zweijährige Veränderungssperre war abgelaufen und wurde auf ein Jahr verlängert. Zum Hintergrund: Die „Deutsche Wohnen“ möchte in der Siedlung weitere Bauprojekte umsetzen. Das löste Unstimmigkeiten mit einigen Anwohnern aus. Schreiber lobt die bisherigen Arbeiten der „Deutsche Wohnen“ und bezeugt gleichzeitig Verständnis für die Anwohner. Derzeit befindet sich die Gemeinde im Gespräch mit der „Deutsche Wohnen“, Ziel sei die Entwicklung eines Gestaltungskonzeptes. Hier will Schreiber die Anwohner mitnehmen und kündigt für Anfang April eine Einwohner-Informationsveranstaltung an. „Wir brauchen keinen Konflikt mit der Anwohnerschaft“, sagt er. Schreiber verspricht ein transparentes Verfahren. „Und dafür wurden in dieser Sitzung die Voraussetzungen geschaffen.“
Die Änderung der Stellplatzsatzung wurde beschlossen. „Wustermark hat die strengste Stellplatzsatzung nördlich der Alpen“, sagte mal ein Investor, der noch immer in Wustermark tätig ist. Diese Satzung ist damit noch strenger geworden. Zukünftig müssen ab einen Wohnraum ab 60 Quadratmetern zwei PKW-Stellplätze nachgewiesen werden. „Damit wollen wir die öffentlichen Stellplätze entlasten“, sagt Schreiber.
Keine Zucht- und EU-Besamungsstation für Pferde in Wustermark. Am Ende überwogen die Argumente gegen das geplante Vorhaben eines Investors im Ortsteil Dyrotz. Es hatte Einwände der Anwohner gegeben, letztlich waren es aber die unterschiedlichen Expertisen, die für ein „Nein“ der Gemeindevertreter sorgten. Sollte der Investor an seinem Vorhaben festhalten, müsste ein neuer Antrag gestellt werden.
Vereine können sich über finanzielle Zuwendungen freuen. Beinahe allen Vereinen der Gemeinde konnte die finanzielle Unterstützung bestätigt werden, die sie beantragt hatten. Maximal 2.000 Euro können die Vereine hier beantragen.
Gute Nachrichten für das Schulzentrum Elstal. 5,54 Millionen Fördermittel werden in die Errichtung der geplanten Drei-Feld-Sporthalle fließen. Das sind 700.000 Euro mehr als 2018 noch zugesagt worden war. Damit können die Leistungsphasen 6-8, die Ausschreibungen, auf den Weg gebracht und die Baugenehmigung eingereicht werden. Ende 2020, Anfang 2021 soll die Sporthalle fertig sein. Momentan laufen die bauvorbereitenden Maßnahmen. Schreiber rechnet mit einem Baubeginn im September. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 8,3 Millionen Euro.
Auch in diesem Jahr sind die Einwohner Wustermarks aufgerufen sich am Bürgerbudget zu beteiligen. Wie bereits in den Jahren zuvor, stellt die Gemeinde 50.000 Euro zur Verfügung. Die Bürger sind aufgerufen, Vorschläge zur Verschönerung und Steigerung der Lebensqualität in der Gemeinde abzugeben. Teilnehmen dürfen alle Einwohner ab 14 Jahren, auch Vereine und Organisationen können ihre Ideen einbringen. Neu ist, dass die Vorschläge in diesem Jahr, einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen folgend, auch online abgegeben werden können.
Am 14. September erfolgt die Auszählung mit Verkündung der Ergebnisse im Rahmen eines Festes im Olympischen Dorf. Mit dabei die Freiwillige Feuerwehr, die einen „Löschangriff“ plant. Schreiber ruft die Bevölkerung auf: „Bringt tolle Ideen ein.“