Nördlich von Wilhelmsdorf, wo die Havel in den Breitlingssee mündet und noch im 19. Jahrhundert auf einer kleinen Anhöhe das Wohnhaus des Buhnenmeisters und Leuchtturmwärters zu finden war, wurde es zum Ende des 19. Jahrhunderts unterhaltsam und gastfreundlich. Zwar soll Leuchtturmwärter Albert Voigt zuvor schon Schiffer von hier aus mit Kaffee und Kuchen und sogar mit Bier versorgt haben, doch fortan wurde das Buhnenhaus als richtige Ausflugsgaststätte betrieben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, da solche Gastronomien zu Goldgruben wurden, lockten allein in und um Wilhelmsdorf nebst dem Buhnenhaus noch die Malge-Wirtschaft, die Gasthäuser Neue Mühle, Zur Post und Neuer Krug, das Kurhaus und der Sportpark.

Ein Brandenburger Gasthaus am Walde und Wasser, mit Badegelegenheit und Aal in Gelee

Das Buhnenhaus setzte auf die es umgebende Natur und handgemachte gärtnerische Akzente. Für den Biergarten wurden Platanen, Roßkastanien, Linden und Pappeln gepflanzt, von denen einige noch heute Schatten spenden. In Werbeanzeigen rühmten sich die Buhnenhaus-Wirte gern mit dem dazugehörigen „Familienbad“ und mit dem nahen Leuchtturm aus Ausflugsziel. Inhaber H. Dietrich titulierte es um 1910 gar als „Seebad Buhnenhaus bei Brandenburg a. /Havel“. Richard Zimmer warb 1928 stichpunktartig: „Herrlich am Walde und Wasser gelegen. Günstige Bade- u. Angelegenheit. Angenehmer Aufenthalt f. Familien und Vereine. Gute Küche und Getränke. Spezialität: Aal in Gelee. Dampferverbindung.“ Die bereits 1917 aufgenommene Fährverbindung (als Ablösung der Fährkähne) spülte von Neuendorfer Seite, wo die Arado-Flugzeugwerke gewachsen waren, noch mehr Gäste heran.