1995 hatte das von Saldern-Gymnasium Brandenburg den Wredowplatz verlassen müssen. Hauptgrund: Platzmangel. Beschränkten sich in der DDR (zumindest ab 1981) die Abiturjahrgänge auf die 11. und 12. Klasse, wurden nun Schüler ab der 7. Klasse unterrichtet. Ausreichend Platz bot fortan ein von 1906 bis 1908 gebautes Schulgebäude, das ursprünglich die Jahnstraße 18/19 und eine Doppelschule war – die Gemeindeschule Nr. 3 und 4. Die wohnliche Franz-Ziegler-Straße gesellte sich erst in den 1920/30er Jahren hinzu. Die in ihrer ziegelsteinernen Wucht an eine Burg erinnernde Schule trug anfangs die Namen von Kaiser Friedrich und „Jahn“ (Pädagoge & Gründer der deutschen Turnbewegung), ab 1922 „Franz Ziegler“ (1840 bis 1849 Bürgermeister von Brandenburg).

Ein altes Schulhaus im steten Wandel

1952 wurde daraus die erste Kinder- und Jugendsportschule der Stadt, nach der deutschen Wiedervereinigung die Grundschule „Theodor Fontane“ und die Gesamtschule „Franz-Ziegler“ – bis Ende Juni 1995 das von-Saldern-Gymnasium einzog, im Tausch mit der Fontane-Schule (Wredowplatz). 1996 wurde das Gymnasium um einen Anbau mit fünf Fachräumen ergänzt und gewann 1999 Schulhoffläche durch den Abriss des alten Heizhauses.

Stück für Stück zur modernen Schule

Im Frühjahr 2002 war Baubeginn für die Dreifelder-Sporthalle, zudem wurde das denkmalgeschützte Gebäude immer weiter modernisiert, 2006 der Schulhof mittels 300.000 Euro neu gestaltet, der Sportplatz modernisiert, die Aula zur „Studiobühne“ ausgebaut, das Schülercafé besser ausgestattet, 2009 die Schulküche erneuert, 2010 ein Entspannungsraum eingerichtet, 2013 ein Multifunktionsraum geschaffen, 2012 die Erneuerung des direkten Schulumfeldes vollendet.
2016 gesellte sich ein Medienraum hinzu, 2017 ein weiteres naturwissenschaftliches Fachkabinett. Sodann stand die Umgestaltung der kleinen Turnhalle im Hauptgebäude zur großen Aula und Versammlungshalle an… Das „von Saldern-Gymnasium Europaschule“ ist zwar am Ziel, aber das verändert sich ständig – zum Vorteil der rund 800 SchülerInnen und 90 Lehrkräfte.