Heilort e.V. in Bad Belzig: Heilort-Projekt mit Modellcharakter

Auf diesem Areal an der Rosa-Luxemburg-Straße soll die Heilort-Idee verwirklicht werden.
B. KraemerMit großer Mehrheit verabschiedeten die Stadtverordneten den Bebauungs- und den Flächennutzungsplan für das dafür vorgesehene Areal an der Rosa-Luxemburg-Straße, auf dem der Verein Heilort e.V. sein Projekt mit Modellcharakter verwirklichen will.
Auf dem Gelände an der Rosa-Luxemburg-Straße plant der Verein den Bau eines Gesundheitszentrums mit Therapiebereichen, eines Mehrgenerationenhauses mit integrierter Kindertages- und Altentagesstätte sowie eines Bio-Gästehaus mit Restaurant. Baustart für das in drei Bauabschnitte eingeteilte und ersten Schätzungen zufolge zehn Millionen Euro teure Projekt soll in 2021 sein.
Um die Vision zu verwirklichen, war im Zusammenhang mit der Beschlussfassung die Einstufung der Fläche zum urbanen Gebiet erforderlich. Diese Einstufung erlaubt eine Wohnbebauung mit einer gewerblichen Nutzung. Diese soll, so versicherte Silke Grimm, die Vorsitzende des Heilort-Vereins bereits in vorangegangenen Sitzungen, jedoch nicht über die Einrichtung von Therapieräumen sowie die Eröffnung eines Cafés mit Hofladen hinausgehen. Nachdem die Einstufung zum urbanen Gebiet zuvor für Diskussionen in den Fraktionen gesorgt hatte, wurden im Vorfeld der Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung keine Debatten mehr geführt.
Bereits 2017 hatte die Kommune zur Umsetzung der Projektidee ein gut 17.500 Quadratmeter großes Areal an den Verein Heilort Bad Belzig e.V. verkauft. Diese Fläche war ursprünglich für einen weiteren Kurklinikbau reserviert.