Manchmal braucht es Zeit, bis Wünsche in Erfüllung gehen. Robby Schulze war ein musikalischer Frühstarter und freut sich nun im 36. Lebensjahr auf das Erscheinen seines Debütalbums am 25. September 2021.
Robby ist gebürtiger Brandenburger, aufgewachsen in Genthin. Mit 14 hat er sich das Gitarrespielen von seinem Vater abgeguckt und selbst beigebracht. Bald schrieb er erste Songs, zählte 16-jährig zur Jugendband „Black Flame“. Recht rockig ging es zu und vielversprechend mit Manager und Auftritten quer durch Deutschland. Und mit dem Sieg beim Local-Heroes-Contest 2004, bei dem die Band Devilish, die sich ab 2005 Tokio Hotel nannte, auf Platz drei landete…

Robby Schulze versuchte es in der Castingshow DSDS

2008 versuchte es Robby Schulze bei der Castingshow DSDS und schaffte es bis zum Re-Recall. Die Band löste sich wegen neuer beruflicher Wege der erwachsen gewordenen Mitglieder auf. Inzwischen war der Brandenburger zurück in seine Heimatstadt gezogen, wo er als Solokünstler weiter- und sich 2013 selbstständig machte – wieder mit guten Aussichten: „Ich hatte mein erstes Album fertig, bin aber an den falschen Produzenten geraten.“ Die Platte ist nie erschienen. Alles umsonst?

Robby machte weiter

Robby machte weiter, wurde 2014 als Support für die MDR-Sommertour mit Karat verpflichtet. Er spielte bei Stadtfesten und in Clubs, schaffte es 2015 ins Vorprogramm von Albert Hammond. Der große Durchbruch aber gelang ihm nicht. Dafür klappte es in der Liebe. Der Heirat 2016 folgte 2017 die berufliche Neuorientierung: Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. „Ich wollte Musiktherapeut werden, was ich seit 2019 im Intensivbetreute Wohnen der Volkssolidarität in Genthin bin“, schildert der Vollblutmusiker. Seine Musikkarriere hatte er hintenangestellt, aber nie aus den Augen verloren. Für ihn stand immer fest: „Ich werde ein erstes Album haben. Irgendwann.“

„Ich werde ein erstes Album haben. Irgendwann.“

Für diesen Traum gründete er sein eigenes Plattenlabel „Ton Ado Music“, baute sich ein Tonstudio und schrieb neue Songs. Ende 2019 war das Album vollbracht, die Promotionstour für 2020 geplant. Dann kam Corona. Das Album verschwand in der Schublade. Bis jetzt: Den offiziellen Veröffentlichungstermin (150 Gäste sind erlaubt; 3-G-Regel) und mit den Musikern, die am Album mitgewirkt haben: Christoph Küpper (Piano), Sebastian Peschke (Gitarre), Marco Phillipp (Schlagzeug), Sören Stanchera (Bass), Sebastian Hillmann (Saxophon) und Jenny Rölecke (Backroundsängerin).

Zum Debütalbum-Start gibt es ein Konzert in Brandenburg

Eintrittskarten zum Preis von 21 Euro sind in der MAZ-Ticketeria erhältlich. Das Album indes wird überall zu haben sein – als CD, Download und Streaming. „Ein deutschsprachiges Album, das vom Erwachsenwerden und den wichtigen Dingen im Leben handelt. Eine gute Mischung aus Balladen und Popsongs“, beschreibt Robby Schulze sein Erstlingswerk, wohlwissend „dass man’s als 36-jähriger Newcomer vielleicht nicht so einfach hat. Aber da geht noch was!“  Robby erhofft sich viele Auftritte und dass vielleicht ein Major-Label auf seine Musik anspringt. „Und wenn davon ein Titel im Radio laufen würde, wüsste ich, ich hätte es endlich geschafft.“ Sein Lieblingslied „Rückenwind“ könnte ein Fall fürs Radio sein, oder sein massentaugliches „So schön“, gern auch seine Brandenburg-Hymne „meine Stadt“ oder der Titelsong „Alles im Blick“.