Kunst erleben
: Nahe Ferne: die Welt von Sigrid Noack

Künstlerin Sigrid Noack zeigt in der Kunsthalle Brennabor aktuell ein Portfolio ihrer Werke. Noch bis zum zum 15.März können die Besucher in die farbintensiven und magischen Bildwelten eintauchen.
Von
Erhard Herrmann
Brandenburg
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  • Die Welt von Sigrid Noack erleben die Besucher der Kunsthalle. Sie ist in der Nähe, aber immer mit einem Blick in die Ferne auf der Suche nach neuen Inspirationen.

    Die Welt von Sigrid Noack erleben die Besucher der Kunsthalle. Sie ist in der Nähe, aber immer mit einem Blick in die Ferne auf der Suche nach neuen Inspirationen.

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  • Visuelle und hörbare Kunst. Die Vernissage der neuen Ausstellung in der Kunsthalle war ein besonderes Ereignis, das man gerne in Erinnerung behält.

    Visuelle und hörbare Kunst. Die Vernissage der neuen Ausstellung in der Kunsthalle war ein besonderes Ereignis, das man gerne in Erinnerung behält.

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„Sie war so fern, kommt uns jetzt ganz nah. Endlich!“ In seiner Laudatio hob Kurator Christian Kneisel das ausgeprägte Interesse der Künstlerin – nicht nur an Kulturgeschichte, sondern auch an den  Wesensverwandtschaften unterschiedlicher Kulturkreise – hervor. Arbeiten von der 1947 in Guben geborenen Künstlerin Sigrid Noack befinden sich in über 80 Museen und Sammlungen des In– und Auslandes sowie in Privatbesitz.

Seit 1997 präsentiert das Land Brandenburg eine Werkkollektion von ihr im „German House“, dem Sitz der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York. Sigrid Noack schickt die Besucher der Kunsthalle auf eine farbintensive Weltreise, die von der Tradition des abstrakten Expressionismus geprägt ist. Reisen gaben ihrer künstlerischen Tätigkeit wesentliche Impulse. Italien, Israel, Tunesien, Spanien, Südfrankreich, Kreta aber auch die Sowjetunion und ein mehrmonatiger Studienaufenthalt in der Demokratischen Volksrepublik Jemen waren ihre Ziele. Unter dem Eindruck des Orients entwickelte Sigrid Noack eine künstlerische Richtung, die von intensiver Ornamentik und starker Farbigkeit bestimmt wird.

Die Künstlerin verbindet in ihren Werken Malerei und Collage, verwendet unterschiedliches Papier als Gestaltungsmittel. Den Kulturkreisen zugeordnet, arbeitet Sigrid Noack mit verschiedenen Materialien, unter anderem handgeschöpfte Papiere, Palmenfaser, Stroh, Sand oder Bananenfaser. Griechische Tempel sind für die Künstlerin lebendige Geschichte. Der Betrachter blickt beim „Tanz der Inselgeister“ in die Geisterwelt der Aborigines und macht Bekanntschaften mit den Masken der Elementargeister „Salamander“ und „Zundel–Der Feuergeist“. Viele ihrer Werke oft in Blautönen und Abstufungen von Ocker bis Orange sind ohne scharfe oder gerade Konturen. Gebäude und Landschaften verwischen ähnlich einer Fata Morgana, erinnern an flimmernde Hitze. Ihre zumeist großformatigen Bilder sind nicht alle an den besuchten Orten entstanden. Einige Kunstwerke sind über die Realität hinaus, aufgrund ihres Empfinden, aus der Vorstellung und dem Wissen entstanden. Inspiriert durch magische Orte und die Geister– und Götterwelt vor allem durch die Lebensweise der Naturvölker, die auf sie einen besonderen Reiz auslösen.

Bis zum 15.März können die Besucher der Kunsthalle Brennabor in die farbintensiven und magischen Bildwelten von Sigrid Noack eintauchen.