Märchen in Brandenburg/Havel
: Endspurt im 18. Brandenburger Märchenwettbewerb

In der Kürze kann die Würze liegen – auch im Märchenreich. Und so gilt auch 18. Brandenburger Märchenwettbewerb: so kurz wie möglich und so lang wie nötig sollte das neue Märchen sein.
Von
Th. Messerschmidt
Brandenburg an der Havel
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  • Der am 12.02.1777 auf der Brandenburger Dominsel geborene Friedrich de la Motte Fouqué hätte mit seinem 1811 verröffentlichten Kunstmärchen „Undine“ leider nicht den Teilnahmebedingungen unseres Märchenwettbewerbs entsprochen. Demnach sind handschriftlich bis zu acht A4-Seiten oder gedruckt/digital 15.000 Zeichen zulässig. Fouqués „Undine“ endet erst nach mehr als 26.000 Wörtern – rund 165.000 Zeichen. Ein buchfüllendes Lesevergnügen, dass immer wieder zu Prachtausgaben wie diesem 1873 erschienenen Buch führte.

    Der am 12.02.1777 auf der Brandenburger Dominsel geborene Friedrich de la Motte Fouqué hätte mit seinem 1811 verröffentlichten Kunstmärchen „Undine“ leider nicht den Teilnahmebedingungen unseres Märchenwettbewerbs entsprochen. Demnach sind handschriftlich bis zu acht A4-Seiten oder gedruckt/digital 15.000 Zeichen zulässig. Fouqués „Undine“ endet erst nach mehr als 26.000 Wörtern – rund 165.000 Zeichen. Ein buchfüllendes Lesevergnügen, dass immer wieder zu Prachtausgaben wie diesem 1873 erschienenen Buch führte.

    Th. Messerschmidt
  • Vier Undine-Statuetten stehen als Hauptpreise bereit. Plus je 150 Euro.

    Vier Undine-Statuetten stehen als Hauptpreise bereit. Plus je 150 Euro.

    Th. Messerschmidt
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Na, schon ein Märchen zu Papier gebracht? Noch bis zum 12. Februar bleibt Zeit, sich am 18. „Undine“-Wettbewerb für neue Märchen zu beteiligen. Seit 2005 laden die Fouqué-Bibliothek und das Brandenburger Wochenblatt alljährlich alle Sieben- bis 25-Jährigen zum Mitmachen ein. Die Aufgabe: Erfindet ein neues Märchen, gern auch mehrere, aber jeweils nicht länger als acht A4-Seiten (handschriftlich) oder 15.000 Computerzeichen. Dass auch bei märchenhaften Stoffen in der Kürze die Würze liegen kann, zeigten schon die Gebrüder Grimm, deren Märchen „Das eigensinnige Kind“ mit 124 Wörtern (673 Zeichen) auskam. Auch genügten ihnen 223 Wörter (1.266 Zeichen), um mit „Der alte Großvater und der Enkel“ die Herzen zu rühren. Dagegen brauchte „Rotkäppchen“ 1.273 Wörter (gut 7.300 Zeichen), um den bösen Wolf loszuwerden.

Kurz und bündig beim Wettbewerb mitgemacht

Auch für unseren Märchenwettbewerb wird manchmal kurz und bündig abgeliefert: Vor zehn Jahren waren beispielsweise „Das Traumauge“ (111 Wörter) und „Schröder und Kartoffel“ (124 Wörter) dabei. Der allerkürzeste Beitrag erreichte uns 2015 von Maylen Sonntag und war nach 47 Wörtern am Ende. Jenes Jahr brachte auch das kürzeste Märchen hervor, das jemals gewonnen hat: Adelina Herbkes genügten 154 Wörter, um mit „Der Teufel Langweilig“ einen Sonderpreis einzufahren.

Einsendeschluss für den Märchenwettbewerb ist am 12. Februar

Wenn ihr auch eine märchenhafte Idee habt, dann bringt sie zu Papier und bis 12. Februar 2022 zur Fouqué-Bibliothek, Altstädtischer Markt 10, oder zur BRAWO am Neustädtischen Markt 22a. Oder schickt sie via E-Mail an redaktion-brb@brawo.de. Wichtig: Die Kontaktdaten und die Altersangabe nicht vergessen! Sodann wird sich die Jury um den erfolgreichen Kinderbuchautor Rolf Barth mit allen Werken befassen und und sich in einer Jurysitzung auf die besten Beiträge verständigen, die dann am 03. April im Rahmen unserer Märchen-Matinee im Brandenburg Theater vorgestellt und prämiert werden.

In den vier Altersklassen 7 - 9, 10 - 12, 13 - 16 und 17 - 25 Jahre werden dank treuer Sponsoren voraussichtlich 14 Preise vergeben werden können – darunter je Altersklasse ein mit 150 Euro sowie mit einer von Künstler Jan Beumelburg gefertigten Undine-Statuette dotierter Hauptpreis und insgesamt acht Sonderpreise (je 150 Euro wert). Wir wünschen euch märchenhafte Zeiten und freuen uns auf jeden Wettbewerbsbeitrag!