Marienbad Brandenburg
: Erholung und Badespaß in perfekter Balance

Seit 15. Juli wieder mit gewohnten Angeboten geöffnet: das Marienbad in Brandenburg.
Von
Ulrike Pilz
Brandenburg
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  • Marcus Schöbel verbringt im Marienbad viel Zeit mit seinen Söhnen Liam und Tommy. Sie zählen zu den bis zu 1800 Besuchern des Bades pro Jahr.Fotos: U.Pilz

    Marcus Schöbel verbringt im Marienbad viel Zeit mit seinen Söhnen Liam und Tommy. Sie zählen zu den bis zu 1800 Besuchern des Bades pro Jahr.Fotos: U.Pilz

    Ulrike Pilz
  • Im Sommer ein Freibad, im Winter eine überdachte 50-Meter-Halle. Diese Besonderheit wissen viele Marienbadfans zu schätzen.

    Im Sommer ein Freibad, im Winter eine überdachte 50-Meter-Halle. Diese Besonderheit wissen viele Marienbadfans zu schätzen.

    Ulrike Pilz
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Seit 15. Juli präsentiert sich das Marienbad nun jedoch wieder zu gewohnten Öffnungszeiten und bekanntem Preissystem. Damit entfallen für Badegäste die Öffnungsdurchgänge und entsprechende Desinfektionspausen, währenddessen das Bad zwischendurch verlassen werden musste. Dennoch gilt weiterhin Maskenpflicht in den Umkleideräumen sowie im Eingangsfoyer. Außerdem beschränkt sich aufgrund des Abstandsgebotes die gleichzeitige maximale Besucherzahl in allen Bereichen. Frühschwimmer können jetzt gewohnheitsgemäß zwischen sieben und neun Uhr in Ruhe ihre Bahnen ziehen. Des Weiteren sind alle Gäste am Montag von zehn bis 21.30 Uhr, von Dienstag bis Freitag von neun bis 21.30 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von neun bis 20 Uhr im Stadtbad willkommen. Zur Nutzung des Freibades sowie des 50–Meter–Beckens im großen Sportbad zahlen Kunden für zwei Stunden moderate 3,90 Euro, ermäßigt 2,30 Euro.

Das 27,5 Grad temperierte 50–Meter–Becken, das sich zur Sommersaison mit einem ausfahrbaren Cabriodach als Freibad präsentiert, bietet sportlichen Schwimmern auf acht Bahnen optimale Trainings– und Wettkampfbedingungen. Sprungfreudige Besucher kommen auf dem Einmeter–Sprungbrett sowie auf dem Drei–Meter–Turm auf ihre Kosten. Eine großzügig angelegte und gepflegte Liegewiese mit Schattenplätzen erfreut sich bei Badenden zur Freiluftsaison ebenso großer Beliebtheit wie der Spielplatz sowie die Tischtennis– und Beachvolleyball–Anlagen. Sportgeräte können gegen kleines Entgelt ausgeliehen werden. Für eine zweistündige Nutzung von Fun–, Frei– und Sportbad zahlen Kunden 7,80 Euro, ermäßigt 5,60 Euro. Das 30 Grad warme Spaßbad mit einer Wassertiefe von 1,35 Meter lädt mit einer Gegenstromanlage und einer Drei–Meter–Breitwasserrutsche zu Badevergnügen ein. Die Hauptattraktion für die Spaßsuchenden dürfte hier die 80 Meter lange Röhrenrutsche für Kinder ab sechs Jahren sein. Die Wasserrutsche ist mit einer Zeitmessanlage ausgestattet, damit die Rutschenden ihre Bestzeiten unterbieten oder im Wettstreit gegeneinander antreten können. Nicht nutzbar sind zurzeit allerdings die beiden Whirlpools, die Nackendusche und die Sprudelliegen. Die kleinsten Badbesucher lockt ein 31,5 Grad warmes Planschbecken mit  Elefantenrutsche. Hier begeistern Wasserspielzeuge und Spritzdüsen in unterschiedlichen Varianten das Kinderherz. Die Erlebnispalette wird durch ein 25–Meter–Becken im kleinen Sportbad erweitert. Der Schwimmbereich mit 27,5 Grad Wassertemperatur und 1,90 Meter Wassertiefe glänzt besonders durch eine architektonisch interessante Dachkonstruktion. Die durchgängige Glasfassadengestaltung durchflutet den sechs Bahnen breiten Beckenbereich mit Sonnenlicht und sorgt für warme Atmosphäre.

AQUAfitnesskurse und Schwimmlehrgänge,  üblicherweise große Besucher–Magneten auf der 25–Meter–Bahn, finden derzeit aufgrund der Corona–Pandemie jedoch nicht statt. Guido Schütz, Marketing–Leiter des Bades, macht deutlich, dass die Betreiber „auf die neue Landesverordnung warten, in der es hoffentlich neue Lockerungen gibt.“ Besonders für körperlich eingeschränkte Menschen sei lobenswert erwähnt, dass das Marienbad über eine behindertengerechte Ausstattung verfügt. Ihnen stehen nicht nur 15 Behindertenparkplätze im hiesigen Parkhaus sowie 2 Stellplätze vor dem Eingang zur Verfügung. Barrierefreie Zugänge im gesamten Bad, ein Fahrstuhl zum höher gelegten 50–Meter–Becken sowie ein Pool–Lift machen den Badebesuch für körperbehinderte Personen stressfrei. Umkleidemöglichkeit bietet eine Behindertengarderobe mit Dusche und WC sowie vier Baderollstühle im Funbad.

Die mannigfaltigen Eindrücke im Marienbad machen hungrig. Gleich mehrere gastronomische Einrichtungen kitzeln den Appetit der Gäste. Im Spaßbad finden Hungrige ein Selbstbedienungs–Bistro vor. Im Saunabereich bietet die Sauna–Fitbar mit eigener Terrasse warme und kalte Speisen und Getränke. Ein Kiosk im Liegewiesenbereich lockt während der Freisaison mit Snacks, Eis und Currywurst. Im externen Bistro können Besucher nach zeitlich begrenzter Badezeit in Ruhe Speisen und Getränke zu einer kostenlosen Tageszeitung auf der schattigen Terrasse genießen. Wer nach dem Baden zusätzlich in der Sauna die Seele baumeln lassen möchte, findet mit dem Sauna–Schwimmhallen–Kombitarif für 14,20 Euro, ermäßigt 13 Euro, die perfekte Balance aus Erholung und Badespaß. Gegen kleine Gebühr können Saunahandtücher und Bademäntel ausgeliehen werden. Den Schwitzbadliebhabern steht eine Vielfalt an Saunen zur Verfügung: eine finnische 100–Grad–Trockensauna, eine 85–Grad heiße Meditationssauna mit Vier–Farben–Lichttherapie und Meditationsmusik sowie eine 60–Grad temperierte Softsauna im Vier–Farb–Lichtspektrum. Nach dem Besuch der 95–Grad heißen Außensauna können sich Gäste im Abkühlbecken erfrischen und anschließend auf der Saunaterrasse Erholung finden. Gleich nebenan kommen Besucher im Wellnessbereich mit sich in Einklang. Das Spaßbadkonzept wird mit dem Wellnessbereich nebenan kombiniert, so kommen Besucher bei Massagen und kosmetischen Anwendungen in Einklang mit sich selbst. Die Bandbreite an Erlebnismöglichkeiten zieht auch Marcus Schöbel beständig ins Schwimmbad. Der 36–jährige Brandenburger verbringt hier viel Zeit mit seinen Söhnen Liam und Tommy. Mit ihrem Papa tauchen und flossenschwimmen die beiden sieben– und neunjährigen Jungen leidenschaftlich gern. Aber auch die Rutschen im Spaßbad liebt die kleine Familie. „Meine Jungs kann ich jedes Mal für einen Schwimmbadbesuch begeistern, weil das Marienbad zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit bietet, Spaß zu haben“, freut sich Schöbel. „Ich mag das Marienbad auch deshalb, weil es sehr familiär ist und alle Mitarbeiter unglaublich freundlich sind. Wir kennen inzwischen die meisten Angestellten und ich komme seit meiner Kindheit gerne hierher.“ Zu Kindheitszeiten lernte Schöbel das Schwimmen zunächst im alten Stadtbad in Brandenburg, welches in den 1990ern wegen Baufälligkeit schließen musste. Da der finanzielle Sanierungsaufwand zu hoch war, entschied man, das alte „Volksbad am Marienberg“, das 1969 eröffnet wurde, grundlegend umzubauen. Im Jahr 2000 wurde es dann unter dem Namen Marienbad mit neuem Spaßbadebereich und erweiterter Saunalandschaft wieder eröffnet.

Heute erfreut es sich großer Beliebtheit bei Brandenburgern und Stadttouristen. Die Spitzenwerte der letzten Jahre von 1800 Besuchern pro Tag werden dieses Jahr wohl nicht mehr getoppt, aber mit der Freigabe der nahezu uneingeschränkten Schwimmhallennutzung steht dem Badevergnügen nun nichts mehr im Weg.