Neuer Domstipendiat
: Jan Neukirchen zeigt „copypasta“

Der diesjährige Stipendiat des "Künstler am Dom“-Programms, Jan Neukirchen, arbeitet mit Schülern des Domgymnasiums an einem Kunstprojekt, das ab September in der Petrikapelle zu sehen ist.
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Brandenburg
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Jan Neukirchen ist der diesjährige Domstipendiat.

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Der Informatiker und Absolvent der HBK Hochschule für Bildende Künste Braunschweig  lebt und arbeitet für drei Monate auf dem Burghof, direkt am über 850 Jahre alten Brandenburger Dom. Inspiriert von der historischen Rolle der Kirche, die stets auch Produzentin und Archivarin von Handschriften war, hat Neukirchen eine Installation entwickelt, in der intelligente Maschinen Texte in Form von gesprochener Sprache untereinander weitergeben. Dabei kommen maschinelle Spracherkennung und Sprachsynthese zum Einsatz, wie sie auch von Apple, Google, Amazon oder Microsoft (Siri, Google Assistant, Alexa, Cortana) verwendet werden.

Durch den ständigen Wechsel zwischen textlicher Repräsentation und akustischer Überlieferung sowie durch die heute noch unvollkommen synchronisierten Spracherkennungsalgorithmen kommt es zu einer zunehmenden Veränderung der ursprünglichen Information.

Wesentlicher Bestandteil des Stipendienprogramms ist die Zusammenarbeit des Stipendiaten mit der Kunstklasse des Domgymnasiums. Im Rahmen des Workshops „Data Art 101“ entwickeln die Schüler dabei unter Anleitung von Jan Neukirchen eigene künstlerische Arbeiten, die ihren Ausgangspunkt im digitalen Material haben. Sie werden nach der Finissage von „copypasta“ ab 21. September um 17 Uhr in der Petrikapelle zu sehen sein. Das Artist–in–Residence Programm „Künstler am Dom“ lädt alle zwei Jahre Meisterschüler der Hochschule für bildende Künste Braunschweig (HBK) ein, für drei Monate am Brandenburger Dom zu leben und zu arbeiten. Die Ausstellung im Dom und eine Publikation sind das Ergebnis. Die Auswahlkommission besteht aus Prof. Dr. Andreas Bee, HBK Braunschweig, Dr. Katja Blomberg, Haus am Waldsee, Berlin, Dr. Cord–Georg Hasselmann, Domstift Brandenburg, Hannes Langbein, Stiftung St. Matthäus, und Christhard–Georg Neubert, Evangelische Kirche Berlin–Brandenburg–schlesische Oberlausitz. Träger des Programms sind das Domstift Brandenburg und die Stiftung St. Matthäus, der Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin–Brandenburg–schlesische Oberlausitz.