Das diesjährige Spektakel hatte viele Überraschungen parat. Ehe es richtig losging, testeten 100 Wildpferde von Heinz Bley aus Thüringen die Rennbahn – ein einmaliges Erlebnis für die Zuschauer. Und die kamen aus ganz Deutschland angereist. Viele hatten ihre Karten in den vergangenen beiden Jahren erworben, als die Veranstaltung coronabedingt ausfallen mussten. Familie Hornig hatte bereits am Morgen eine 3,5-stündige Anreise hinter sich. Sie kamen aus Aue im Erzgebirge.

Detlev Seeliger dankt den zahlreichen Helfern

Weit über 300 Pferde zeigten sich bereits beim Einmarsch. In den Begrüßungsworten von Detlev Seeliger schwang etwas Trauer mit. Seit der ersten Veranstaltung im Jahre 2002 engagierten sich viele fleißige Helfer, um zum Gelingen des Spektakels beizutragen. Besonders würdigte Seeliger den Kaltblut Zucht- & Sportverein Brück e.V. und die Ehefrauen im Hintergrund, ohne deren Verständnis alles nicht möglich gewesen wäre. „Sonst hätte man so eine kommerzielle Veranstaltung nicht auf die Beine stellen können“, so Detlev Seeliger. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm der Besuch beim Stallmeister der Queen in England und der Treck von Brügge nach Brück. Und so versprach er mit dem Segen von Pfarrerin Ines Jäger ein ganz großes Finale.

Sigrid Klink, Bürgermeisterin in Linthe, nahm an Wettbewerb teil

Den Auftakt machte der große 20-Spänner des Brücker Vereins, geführt von David Haseloff. Nicht einfach zu lenken, denn er hatte 16 Leinen gleichzeitig in den Händen. Zum Anspannen benötigt man etwa 25 Helfer. Wieder dabei – der Ladies Cup. Hier zeigten nicht nur junge Frauen und Mädchen ihr Können im Parcours. Auch Sigrid Klink, Bürgermeisterin in Linthe, hatte sich zur Teilnahme entschieden. Die 64-Jährige hatte Freunde überredet, mit ihr die Prüfungen zu absolvieren.

Pippi Langstrumpf gewann auf Kleiner Onkel gleich zwei Wettkämpfe

Fast zauberhaft waren dann auch die Ergebnisse. Annemarie Blohm hatte die Nase vorn. Nicht nur ihr Kostüm als „Pippi Langstrumpf“ erregte Aufsehen, passend dazu hieß ihr Pferd „Kleiner Onkel“. Auch beim Rennreiten zeigte sie Klasse und Können und gewann beide Wettkämpfe in furiosen Zeiten.
Völlig außer Konkurrenz zeigte Lucy Müller, dass auch eine Kuh einen Parcours bewältigen kann. „Betty“ meisterte die Hindernisse perfekt, konnte aber natürlich bei der Pferdestärke nicht mithalten. Beim Wagenrennen der Zweispänner gab es ein Novum, es wurden zwei zweite Plätze vergeben. Man musste die Tausendstel zurate ziehen und hatte immer noch Gleichstand. Der Sieg ging nach Österreich an Hannes Pichler. Bei den Zugprüfungen zeigte sich wieder einmal, welche Kraft die Tiere besitzen und warum sie gerade in der Forstwirtschaft in unwegsamem Gelände eingesetzt werden.

Ein Best-of der großen Schaubilder aus 20 Jahren

Das erste große Schaubild in der Arena war ein Blick in die Vergangenheit. Die Schaubilder standen alljährlich unter einem anderen Motto. In diesem Jahr sagten die Titanen mit einem Best-of aus den vergangenen Jahren Danke. Viel Beifall bekam die Oberländer Reitergruppe aus dem Umkreis Garmisch-Partenkirchen. Ihre Anreise dauerte etwa 10 Stunden. Stehend auf ihren Pferden zeigten sie Figuren aus dem Quadrille Reiten. Darin halten sie auch den Weltrekord. Wer weiß, vielleicht haben die Titanen-Veranstalter eine neue Idee?