Romantik lag in der Luft: Fredersdorf beteiligte sich an europaweitem Aktionsabend

Zur ersten "Romantischen Nacht" im Fredersdorfer Freibad hatten Frauen aus dem Dorf eine Festgirlande gefertigt mit der die Besucher begrüßt wurden.
B. Sternberg„Es war ein gelungener Abend. Zwar mit etwas Regen, aber voller Spannung und Spaß auf dem Gelände unseres Freibades. Ich denke es wird eine Wiederholung geben“, so Ortsvorsteher Bodo Sternberg am Tag danach.
Da hing der Flyer, mit dem im Vorfeld eingeladen wurde, noch im Schaukasten; war die Fredersdorfer „Romantische Nacht“ noch in vieler Munde.
„Wir hatte bis Mitternacht angenehme Stunden. Eindrucksvoll war das Interesse am Thema. Einige fragten was hier passieren würde, was wir vorhaben. Andere genossen einfach nur den schönen Abend mit Freunden und Bekannten“, so der Ortsvorsteher und ergänzt: „Auf Grund der zur Zeit nicht einfachen Reglungen infolge der Coronavirus–Pandemie war es schwer im Rahmen des erlaubten und des machbaren zu bleiben.“
Aber es gelang — die knapp 35 Besucher der „Romantischen Nacht“ im Fredersdorfer Freibad hielten sich an alle Regeln.
Dann klärt Bodo Sternberg über den Hintergrund dieser besonderen und bislang im Dorf einmaligen Abendveranstaltung auf. Er erzählt, dass die Ursprungsidee aus dem Land der Romantik schlechthin — aus Italien — stammt. 2017 dort erstmals kreiert, fand sie bald in anderen Ländern Nachahmer und Mitmacher und entwickelte sich zu einem Verbundprojekt. 2019 klingte sich die Interessengemeinschaft Deutschlands Schönste Dörfer und die Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne im Land Brandenburg in die Aktion ein. Mitgliedsdörfer der AG luden daraufhin im vergangenen Jahr erstmals zu kleinen Aktionen ein. Lesungen, Kahnfahrten und andere schöne Ideen bildeten dabei den Rahmen für die „Romantischen Nächte“.
In diesem Jahr musste infolge der Einschränkungen aufgrund der Coronavirus–Pandemie lange um die Veranstaltung gezittert werden. Auch in Fredersdorf. Der knapp 380 Einwohner zählende Ort ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne und hatte Gefallen an der Projektidee gefunden. Warum also nicht dabei sein und mitmachen?
Und so hatten sich die engagierten Fredersdorfer entschlossen, die kürzeste Nacht des Jahres im örtlichen Freibad zu zelebrieren und sich dafür ordentlich ins Zeug gelegt.
Für das Eingangstor zum Bad flochten Frauen aus dem Dorf eigens eine Festgirlande. Die Liegewiese verwandelten sie mit Eintritt der Dunkelheit in ein Lichtermeer. Ein mitternächtlicher Spaziergang im Mondschein setzte den Schlussakzent für das Event, über das wohl nach lange im Dorf und darüber hinaus gesprochen wird.