Soli-Aktion in Bad Belzig: Weihnachten kann kommen - für Alle
Nickl war gemeinsam mit Bürgermeister Roland Leisegang und dem katholischen Pfarrer Burghardt Stegemann im Edeka-Markt am Busbahnhof eingeteilt. Kunden, die das Geschäft betraten, wurden von ihnen angesprochen und auf die Aktion aufmerksam gemacht. Sie fand in elfter Auflage statt.
„Viele Menschen brauchen den Zettel gar nicht mehr. Sie kennen die Aktion schon“, so Roland Leisegang und freute sich über die große Akzeptanz der Menschen. Fast halbstündlich füllte sich bei ihnen der für die Spenden bereitstehende Karton. Jens Gruszka (Die Linke) gehörte zu den Helfern, die die Spendenkisten in den Geschäften abholten und ins Büro der Linken am Busbahnhof transportierten. Dort wurden die Gaben gesammelt.
„Die katholische Kirche unterstützt die Aktion schon seit einigen Jahren. Wir beteiligen uns gern daran. Es ist ein Stück Solidarität mit denen, die weniger haben. Und es ist ein gutes Zeichen für die Stadt“, erklärte Pfarrer Burkhard Stegemann.
Die drei waren ein eingespieltes Team. Während einer die ankommende Kundschaft auf die Aktion aufmerksam machte und die bereitliegenden Handzettel verteilte, nahmen die beiden anderen von Kunden, die nach dem Einkauf teilen wollten, die gespendeten Waren ab. Wie oft sie im Verlauf ihrer zweistündigen Schicht das Wort Danke sagten und den großzügigen Spendern ein frohes Weihnachtsfest wünschten, vermochte niemand zu sagen.
„Es macht auch uns Freude“, betonte Bill Nickl. Im nächsten Augenblick steuerte Olivia Törlitz die kleine Sammelstelle im Eingangsbereich des Marktes an. Großzügig teilte sie den gerade getätigten Wochenendeinkauf für die Familie - zugunsten von Menschen, die sie überhaupt nicht kennt. „Wir unterstützen die Aktion in jedem Jahr“, so die Bad Belzigerin. „Das zu erleben, stimmt positiv“, fand Nickl.
Es dauert nicht lange und ein weiterer Karton war gefüllt. Da lagen Zahnbürsten neben Kinderbüchern und Socken. Da stapelten sich Rotkohl, Käse, Nudeln, Kaffee, Süßwaren, Gebäck, Obst und Drogerieartikel. Sogar Geldspenden kamen ein.
Susanne Heise, die selbst über zwei Stunden in einem Helferteam tätig war, ging nach ihrer Schicht gleich noch einkaufen. Auch für die Aktion. Sie steuerte Orangen, Gebäck und mehr bei. „Uns tut es nicht weh. Ich gebe gerne für Menschen, die weniger haben“, sagte sie. Die Bad Belzigerin wurde damit im Verlauf des Tages eine von vielen Menschen, denen zu helfen in der Vorweihnachtszeit eine Herzensangelegenheit war.
Am Abend wurden die Spenden in der Sammelstation der Linken sortiert und für die sich anschließende Verteilung an die Bad Belziger Tafel, die Lebensmittelausgabe des Vereins für Arbeit und Leben sowie an die Tiertafel vorbereitet. Die Bilanz, die die Organisatoren zogen, war rundum positiv. Weihnachten kann damit kommen - für Alle.


