Die Stadtwerke Brandenburg (StWB) sorgen nicht nur für Strom und Wärme im Revier, sondern fördern auch gesellschaftliches Engagement – zukünftig noch mehr als bislang. Mit der neu ins Leben gerufenen „Havelcrowd“ ruft StWB Vereine, Schulen und Institutionen aus Brandenburg an der Havel und der umliegenden Region auf, neue Ideen und Projekte vorzustellen, wenn dabei finanzielle Hilfe vonnöten ist. Mit der Unterstützung möglichst vieler Beteiligter soll das Werk gelingen.

So funktioniert „Gruppenfinanzierung“

Crowdfunding bedeutet in etwa „Gruppenfinanzierung“ und hat sich vielschichtig zur Projektfinanzierung etabliert.  Auch in Brandenburg ist die Idee kein Neuland und wird unter anderem seit Jahren von der Brandenburger Bank unterstützt. Und so ist auch Havelcrowd eine Initiative, „die Menschen dazu einlädt, Vereine und Projekte, die ihnen besonders am Herzen liegen, finanziell zu unterstützen. Denn was einer allein oft nicht schafft, schaffen wir gemeinsam“, erklärt Michael Woik, kaufmännischer Geschäftsführer StWB. Der rentable Unterschied: Zusätzlich stellt StWB jeden Monat einen Fördertopf in Höhe von 1.000 Euro zur Verfügung. Pro gespendeten zehn Euro können Vereinsprojekte zehn Euro aus dem Fördertopf der Stadtwerke erhalten.

Idee einstellen, Geld sammeln

Das Verfahren ist einfach: die Ideengeber stellen ihr Projekt samt gewünschter Fördersumme unter havelcrowd.de ein. Danach suchen sie Unterstützer aus möglichst vielen Bereichen, um Spenden für ihr Projekt zu gewinnen.
Damit die Unterstützer sicher sein können, dass ihre Spenden für das beworbene Projekt verwendet werden, gilt das „Alles‐oder‐Nichts“‐Prinzip: Das gesammelte Geld wird nur ausgezahlt, wenn das finanzielle Ziel erreicht wird. Falls nicht, gehen die Beträge zurück.

DLRG und Johanniter machen es vor

In der Regel bleiben dem Ideengeber 60 Tage Zeit. Ausgenommen die ersten fünf, die sich auf havelcrowd.de anmelden. Ihnen bleiben vier Wochen, weil sie von StWB die Zusage über eine zehnprozentige Grundförderung haben. Zwei waren fix: Der DLRG-Stadtverband sammelt Geld für die sonst von den Mitgliedern selbst zu bezahlende Einsatzkleidung und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. hofft auf ähnliche Unterstützung zugunsten seiner Motorrad-Sanitäter.